Entwicklung bestätigt Geduld. Über den Leistungssprung der BK Duchess.

Von Christoph Nurschinger. Erstellt am 05. Februar 2020 (02:15)

Das Cupfinale zwischen den BK Duchess und UBI Graz war auch heuer wieder nichts für schwache Nerven. Die Klosterneuburgerinnen dominierten die erste Halbzeit lang komplett, nur um den Sieg in der zweiten Hälfte fast noch herzuschenken.

Im Gegensatz zum Vorjahr als die Grazerinnen sich noch bemüßigt fühlten, die Veränderungen im Kader der Klosterneuburgerinnen zu kritisieren, waren es heuer die Steirerinnen, die ihren Kader, bereits vor der Saison, mit ein paar Verstärkungen spickten. Die BK Duchess machten währenddessen einen deutlichen Umbau in der Mannschaft durch. Zahlreiche erfahrene Spielerinnen mussten heuer durch junge Kräfte ersetzt werden.

Es waren genau jene jungen Spielerinnen, die sich mit dem Vertrauen der Trainer über das ganze Jahr entwickeln konnten, und die in der ersten Halbzeit eine fulminante Leistung ablieferten, um den Cupsieg zu ermöglichen. Die junge Riege, die in den bisherigen Duellen mit Graz einiges an Lehrgeld zahlen musste, rief ihr ganzes Potenzial ab und dominierte. Natürlich blicken jetzt viele Augen in die Richtung von Lisa Zderadicka, die tatsächlich das Zünglein an der Waage war und verdient zur MVP gewählt wurde. Doch ohne die gewichtige Leistung eines ganzen Teams kann auch ein „Zünglein“ nicht die Waage derart zum Ausschlag bringen.