Für Handl, nicht gegen Haretter. Über den Trainerwechsel beim FCK.

Von Christoph Nurschinger. Erstellt am 03. Juni 2020 (01:30)

Der Trainerwechsel beim FC Klosterneuburg hat in den letzten Tagen für einigen Gesprächsstoff gesorgt. Eine der ersten Fragen, die natürlich in den Sinn kam war : „Woran lag es, dass Thomas Haretter gehen musste?“ Bei externer Betrachtung, könnte man vermuten, dass es schlicht und einfach an den teilweise durchwachsenen Leistungen der letzten beiden Jahre lag. Der FCK machte keinen Hehl daraus, dass man sich mehr erhoffte, als die bisher eher magere Ausbeute. Außerdem war Haretter in seinen beiden Saisonen bereits mehrmals angezählt. Zuletzt kam es im Herbst zu einem Entscheidungsspiel über den Trainerverbleib, welches der FCK allerdings gewinnen konnte.

Entgegen dem ersten Eindruck, war es aber nicht Unzufriedenheit mit Thomas Haretter, sondern die Verfügbarkeit des Wunschtrainers Mario Handl, die zum Trainerwechsel führte. Der Verein betonte von fast allen Seiten die äußerst positive Zusammenarbeit mit Haretter und auch der Ex-Coach streute dem FCK beim Abgang Rosen. Im Sport hat man schon wesentlich stillosere Trennungen gesehen, was auch ein Indiz für Verständnis von Seiten des Trainers ist.

Man kann also hier tatsächlich davon sprechen, dass es sich nicht um eine Entscheidung gegen Thomas Haretter, sondern um eine für Mario Handl gehandelt hat.