Hätte man sich sparen können. Über die Vergabe des Olympiatickets.

Von Christoph Nurschinger. Erstellt am 16. Juni 2021 (01:30)

Schock war es am Ende wohl keiner, dass Corinna Kuhnle unter diesen Vorzeichen am Ende nicht nach Tokio fährt, sondern Viktoria Wolffhardt ihr Ticket lösen konnte. Frustrierend ist es aber dennoch.

Frustrierend für Kuhnle, weil man ihr die Tür nur einen kleinen Spalt weit aufmachte, um sie dann erst recht wieder zuzuschlagen und sie jetzt als Europameisterin nicht nach Tokio fährt. Frustrierend aber auch für Wolffhardt, die jetzt noch Energie und Fokus für die Bestätigung ihrer ursprünglich bereits gewonnen geglaubten Qualifikation aufbringen musste.

Schuld an der Frustration trägt aber sicherlich keine der beiden Sportlerinnen, sondern der Qualifkationsmodus, der nicht gerade für großes Vertrauen gegenüber Wolffhardt sprach und Kuhnle gleichzeitig eine fast unlösbare Aufgabe stellte. Erst ein „Totalversagen“ ihrer Tullner Konkurrentin hätte Kuhnle das Olympia-Ticket zugestanden.

Hoffentlich kann der Verband das in den nächsten Jahren besser lösen, denn so macht man seinen Sportlerinnen nur das Leben schwer.