Zahlreiche Baustellen. Über die Zukunft des Basketball-Nationalteams.

Von Christoph Nurschinger. Erstellt am 24. Februar 2021 (01:55)

Nach sechs Niederlagen in sechs Spielen in der Gruppe F und dem damit verbundenen Ausscheiden, muss man sich im Verband dringen Gedanken machen. Das Nationalteam gehört neu aufgestellt!

Bei der WM-Qualifikation, die als Nächstes ansteht, hat man ohnehin keine realistischen Chancen. Man sollte sich daher jetzt darauf konzentrieren, einen breiten Kader aufzustellen, der langfristig zusammen trainiert und spielt. Sollte Korner nicht mehr zur Verfügung stehen, braucht man einen Coach, der sich dieser Aufgabe ebenso langfristig annimmt. Das bedeutet viel Arbeit für einen Verband, der gleichzeitig versucht, 3x3-Basketball zu pushen, eine stiefmütterliche Behandlung des „alten“ 5x5-Formats kann man sich aber nicht leisten. Wenn man als Verband auch künftig ernst genommen werden möchte, dann muss man auch ein ernst zu nehmende Nationalteams stellen — in allen Altersklassen. Sonst verliert man ein Ziel für viele gute heimische Spieler, von denen nicht alle den Sprung ins Ausland schaffen. Das könnte die Qualität im Österreichischen Basketball langfristig zerstören.