Weltspitze ist nicht gemütlich. Daniel Wertheim über das Phänomen, dass in Klosterneuburg nur Einzelsportler Spitze sind.

Von Daniel Wertheim. Erstellt am 16. September 2014 (17:03)

Immer wieder bringt Klosterneuburg Einzelsportler von internationalem Format heraus. Dazu darf man auch Thomas Srb zählen - Dritter seiner Altersklasse beim Ironman in Wales. Vor ihm war Max Renko bei der Ironman-WM. Jüngst gewann Stephan Brodicky beim Dolomitenmann, kommendes Wochenende will Weltcupgesamtsiegerin Corinna Kuhnle ihren dritten Wildwasserslalom-WM-Titel holen.

Die Snowboarderin Maria Ramberger war zweimal bei Olympischen Spielen - dort wollen die Hockey-Spieler Xaver Hasun und Pit Rudofsky 2016 hin. Ebenfalls Weltspitze: die Racketlon-Pioniere Marcel Weigl und Michael Dickert - nur ein Auszug der letzten Jahre.

Sie haben eines gemeinsam: Ihr Erfolg basiert zu 100 Prozent auf eigenem Antrieb - auch finanzielle Motive spielten keine Rolle. Keiner ist in einem (sehr bemühten) System „mitgeschwommen“, wie es die großen Klosterneuburger Clubs im Fußball, Tennis oder Basketball bieten. Ist das Zufall, oder die Konkurrenz in diesen Sportarten einfach höher? Möglicherweise ist aber auch die „Komfortzone“ zu gemütlich und es fehlen genau jene Eigenschaften zur Spitze, die nötig sind: Eigeninitiative, Hartnäckigkeit, Stehaufmanderl-Qualitäten.


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