Alko-Fahrt endete an Mauer mit Verletzten. „Sie können eine Messe lesen lassen, dass Sie und ihr Beifahrer überlebt haben“, mahnte Richter einen Alkolenker zur Abstinenz.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 15. Januar 2020 (04:00)

Ein lautes metallisches Geräusch riss am 29. August vergangenen Jahres in Kritzendorf einige Bewohner aus dem Schlaf. Ein Fahrzeug war mit über 100 km/h ungebremst in eine Hausmauer gekracht. Aus dem Wrack wurden der Unglückslenker (19) aus dem Bezirk Klosterneuburg und dessen Beifahrer (19) schwerst verletzt geborgen.

„Fünf Stunden nach dem Unfall hatten Sie noch 0,86 Promille im Blut. Sie steuerten also alkoholisiert ein Fahrzeug und waren zu schnell unterwegs. Dann fuhren Sie gegen einen Randstein und verloren die Herrschaft über den Wagen. Letztlich endete die Promillefahrt an einer Hausmauer. Sie können eine Messe lesen lassen, dass Sie und ihr Freund den Unfall überlebt haben, und dies ohne bleibende Schäden. Haben Sie ein Alkoholproblem?“, wollte Richter Rainer Klebermaß vom Unglückslenker wissen. „Ich bin mir meiner Schuld bewusst. Ich habe damals öfters über die Stränge geschlagen. Der Unfall, bei dem wir beide, mein Freund und ich, nur knapp überlebt haben, hat mir sehr zu denken gegeben. Ich werde einiges ändern und sicher meinen Alkoholkonsum reduzieren“, zeigte sich der Beschuldigte einsichtig und geständig.

Der bislang unbescholtene Student wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung unter besonders gefährlichen Umständen zu vier Monaten bedingt verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.