“Die Fischerin“: Neues Lokal im Strombad wurde eröffnet

“Die Fischerin“ heißt das neue Lokal im Strombad Kritzendorf mit südostasiatischer Küche.

Erstellt am 09. Juni 2021 | 04:09
Die Fischerin
Heinz Holzmann (l.) und David Zoklits sind die neuen Besitzer des ostasiatischen Lokals „Die Fischerin“ an der Donau im Strombad.
Foto: Hornstein

So an die hundert Jahre ist es her, als sich die Wiener Haute Volée beim Kropacek in Kritzendorf zu einem Ribiselwein traf. Zwei Jahre war Stillstand in dieser Traditionshütte. Nun gibt es unter dem Namen „Die Fischerin“ wieder Gäste. Warum dieser Name? „Hier im Strombad hat es sich – durch die Vorpächterin Anni Fischer – eingebürgert, das Vorhaben, dieses Lokal zu besuchen, mit ‚Gemma zur Fischerin‘ einzuleiten. Das haben wir daher gleich zur neuen Namensgebung herangezogen“, so der neue Besitzer Heinz Holzmann.

Das Jahrhunderthochwasser 2013 und baurechtliche Probleme haben der „Fischerin“ Anni aber stark zugesetzt. Sie musste verkaufen. Die neuen Besitzer heißen nun Heinz Holzmann und David Zoklits. Das, was die Gäste hier lieben, hat sich in hundert Jahren nicht geändert: in lauen Sommernächten mit einem kühlen Getränk in der Hand auf die Donau schauen. So schön unsere Donau auch ist, – sie ist auch gefährlich. Holzmann hat aber keine Angst vor einem Hochwasser: „No risk – no fun“, so der neue Wirt, und außerdem glaubt er, dass die Schleusenregelung nun besser geworden sei. „Ich kenne die Hochwassergeschichte dieses Hauses nur allzu gut, weil ich selbst im Strombad wohne.“

„Ich kenne die Hochwassergeschichte dieses Hauses nur allzu gut, weil ich selbst im Strombad wohne.“ Heinz Holzmann

Es würde dem neuen Führungsduo auch Freude machen, wieder viele Künstler in ihrem Lokal begrüßen zu dürfen. Aber im Grund soll sich bei der Fischerin jeder wohlfühlen können.

Die Unstimmigkeiten mit dem Bauamt hat der gelernte Architekt Holzmann bereits aus der Welt geschafft: „Das, was jetzt hier steht, ist auch genehmigt.“

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So hat die Gastwirtschaft „Kropacek“ in ihren Anfängen ausgesehen.
Original bei Robert Gattringer, abgebildet in „Kritzendorf ober und unter der Erd“, S.72, Original bei Robert Gattringer, abgebildet in „Kritzendorf ober und unter der Erd“, S.72

Doch auch in der Zukunft hat Holzmann noch viel vor: „Im Sommer wird umgebaut.“ Der Gastraum wird neu gestaltet, eine große Schiebetüre soll den Blick zur Donau frei machen, und die Wohnung im Stock soll als Ferienwohnung adaptiert werden. Das hässliche Plastikdach über der Terrasse wird einem Sonnensegel weichen – das alles ist auch schon gezeichnet und baubehördlich im Trockenen. Einen Bootsverleih haben die neuen Besitzer schon für heuer geplant, der dazugehörige Steg soll im Sommer 2022 gebaut werden.

„Ich wollte immer schon ein Lokal haben“

Kulinarisch hat sich „Die Fischerin“ auf südostasiatische Kost spezialisiert. Dass das gut schmeckt, dafür garantiert Koch und Unternehmenspartner David Zoklits. Und dass die Beiden das können, beweist ihr Lokal „Es gibt Reis“ in der Wiener Piaristengasse.

„Ich wollte immer schon ein Lokal haben“, erzählt Holzmann . Mit der „Kaffeefabrik“ in Wien hat das angefangen. Dort gibt es Kaffee aus der eigenen Rösterei. „Übrigens gibt es diesen Kaffee auch hier in der ‚Fischerin‘. Der kommt sehr gut bei meinen Gästen an.“