Klosterneuburg

Erstellt am 08. November 2018, 05:23

von Victoria Heindl

Fragwürdige „Kunstaktion“: Der Fall um den Phallus. Bislang unbekannte Täter beschmierten an zehn Tatorten Häuser und eine Bushaltestelle mit Lackspray.

Die Bushaltestelle war nur einer von zehn Tatorten, den die unbekannten Täter mit Lackspray bemalten.  |  Heindl

Einen großen Schrecken erlebten die Bewohner entlang der Hauptstraße 87 bis 94 nicht am 31. Oktober, als kleine Geister und Hexen an ihre Türen läuteten, sondern schon zwei Tage vorher. In der Nacht beschmierten bislang unbekannte Täter die Häuser mit schwarzem Lackspray.

Die Aktion, die zwischen 16 Uhr und 9 Uhr am Folgetag stattgefunden hat, hatte dann bei der Busstation ihren Höhepunkt. Nach einigen Strichen an Hausfassaden, Zäunen, Mauern und Verkehrszeichen verschandelten die Schmierfinken die Bushaltestelle mit einem männlichen Geschlechtsteil.

Insgesamt konnten von der Polizei Klosterneuburg zehn Tatorte festgestellt werden. Dort wurden auch schon Befragungen der Hauseigentümer durchgeführt, die bislang allerdings keine tatrelevanten Hinweise ergaben. Auch die Höhe des entstandenen Schadens muss noch endgültig geklärt werden.

Dass es sich bei so einer „Kunstaktion“ allerdings nicht um ein Kavaliersdelikt handelt, mussten erst vor Kurzem drei Jugendliche am eigenen Leib verspüren. Nach ihren Malversuchen an Hausfassaden konnten sie von der Polizei ausgeforscht werden. Obwohl sie Reue zeigten, kam diese zu spät – der Akt wurde der Staatsanwaltschaft übergeben.