"Juwel am Bahnhof" wurde für Gartenparadies nominiert. Zwar nicht für die Goldene Palme, aber für den „Cannes Corporate Media & TV Award“ wurde Projekt nominiert.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 08. September 2019 (03:25)
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Edith Czernilofsky bei der Arbeit auf Bahnsteig 2.

Vor einigen Monaten produzierte die ÖBB einen Film über den Bahnhofsgarten und stellte ihn auf youtube: „ÖBB Gleisgeschichten Kritzendorf“. Dieser Film erreichte allein auf Facebook über 1,6 Millionen User und wurde dort bisher knapp 900.000 mal angesehen. Er wurde dafür bei den diesjährigen „Cannes Corporate Media & TV Awards“ am 26. September für einen der vorderen Plätze nominiert – eine Nominierung von internationalem Format und in der Werbe- und Medienbranche sehr anerkannt.

Im Jahr 2008 begann der Weg zum viel beachteten Gemeinschaftsgarten am Bahnhof Kritzendorf: die Klosterneuburger BürgerInnenliste PUK (Plattform unser Klosterneuburg), die sich gegen den Bau der Umfahrungsstraße und für Umweltschutz engagierte, finanzierte zwei Frauen – Edith Czernilofsky und Augustine Mühlehner – eine Ausbildung zur Landschaftsführerin.

Mit der Idee, dass sie im Augebiet von Klosterneuburg und Kritzendorf Führungen anbieten, um die Schönheit und Schutzbedürftigkeit der Aulandschaft möglichst vielen Menschen nahezubringen. Dazu wurde der Verein Natur-Kunst-Vermittlung gegründet. Konzept, PR-Material und erste Au-Führungen wurden dann 2009-2011 durch ein EU-Projekt gemeinsam mit der NÖ Landesregierung finanziert.

Preise und Erfolge für den Verein

Daraus entwickelte sich die fruchtbare Zusammenarbeit mit der ÖBB. 2011 wurde vom Verein am Bahnsteig 2 des Bahnhofs Kritzendorf ein Raum angemietet: das „Kräuterstübchen“. In weiterer Folge legten Edith Czernilofsky und Augustine Mühlehner einen Gemeinschaftsgarten rund um den Bahnhof an – zunächst auf Bahnsteig 2, inzwischen auch auf Bahnsteig 1. Diese Bahnhofsgärten werden nun seit mehreren Jahren durch die Gemeinde Klosterneuburg subventioniert sowie durch Vereinsmitglieder und Privatpersonen gesponsert.

Gepflegt werden die Gärten inzwischen vor allem durch Edith Czernilofsky sowie einige Helfer und verwaltet durch den Verein „Natur-Kunst-Vermittlung“ mit Edith Czernilofsky und Marion Breiter als Vorstandsfrauen und der ehemaligen PUK-Gemeinderätin Lisa Pröglhöf als Rechnungsprüferin und Finanz-Fachfrau. Die PUK-Frauengruppe unterstützt das Projekt weiterhin mit Rat und Tat.

Zu den Erfolgen des Projektes zählt nicht nur die Freude am schönen Anblick des Gartens, sondern auch 2017 der 2. Preis beim „European Award for Ecological Gardening“, der Umweltpreis der Stadtgemeinde Klosterneuburg und 2018 die Rettung der Lampisterie – eines kleinen architektonischen Juwels.