Verkehr bleibt größtes Anliegen für Bürger. Durchzugsverkehr durch das enge Donautal war wieder das Diskussionsthema. Nun sollen Lösungen gesucht werden.

Von Victoria Heindl. Erstellt am 04. November 2017 (05:01)
Gemeinsam mit Bauamtsdirektor-Stellvertreter Peter Neubauer, Stadtamtsdirektor Michael Duscher und Ortsvorsteherin Ingrid Pollauf (v.l.) stellte sich Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager den Sorgen der Kritzendorfer.
NOEN, Heindl

Die letzte Station der Herbstrunde von „Offen gesagt“ führte Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager nach Kritzendorf. Gemeinsam mit Ortsvorsteherin Ingrid Pollauf, Stadtamtsdirektor Michael Duscher und Bauamtsdirektor-Stellvertreter Peter Neubauer stellte er sich den Fragen, Problemen und Anliegen der Kritzendorfer. Auch in diesem Jahr gab es wieder ein dominierendes Thema: Der Verkehr und die damit verbunden Probleme im Ort.

Zunächst wurden aber die beiden Hauptthemen der diesjährigen Herbstrunde besprochen.

Chefinspektor Georg Wallner stellte die Initiative „Gemeinsam sicher“ vor. Das Projekt soll die Zusammenarbeit der Polizei mit der Bevölkerung und den zuständigen Behörden verbessern. In Kritzendorf konnte so schon eine gefährliche Stelle im Strombad mithilfe von Wurfsteinen gemeinsam entschärft werden. Wallner selbst sieht dies als Vorzeigeprojekt von „Gemeinsam sicher“.

Erhebung der Infrastruktur

Ein weiteres Vorzeigeprojekt – diesmal allerdings von der Stadtgemeinde – soll „Stadt der kurzen Wege“ werden. Dafür wird die Stadtgemeinde eine Erhebung der aktuellen Infrastruktur in Klosterneuburg und den Katastralgemeinden durchführen.

Ein erster Schritt zur Schaffung von kurzen Wegen konnte bereits mit dem Neubau des Kindergartens in Kritzendorf gesetzt werden. Dadurch befinden sich die beiden Volksschulen, der Kindergarten, die Barmherzigen Brüder, die Pfarre und die Gastwirtschaft zum Ockermüller wieder in einem Grätzel.

Verkehr belastet Kritzendorfer sehr

Aber auch wenn dieses neue Zentrum für viele Kritzendorfer auch zu Fuß oder mit dem Bus erreichbar sein wird, ist und bleibt der Verkehr die Hauptsorge der Kritzendorfer.

Vor allem der Durchzugsverkehr bereitet den Bewohnern der Katastralgemeinde Kopfzerbrechen. Zu viele Lkw fahren – nach Meinung der Anrainer – mit zu hoher Geschwindigkeit durch den Ort.

Dieses massive Verkehrsaufkommen führt gleich zu mehreren Problemen. Zum einem machen sich viele Kritzendorfer Sorgen um die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern. Zum anderen kommt es vermehrt zu Unfällen. Meist entsteht dadurch zwar nur Sachschaden, trotzdem ist dies natürlich ärgerlich. Außerdem leidet auch die Bausubstanz der Häuser unter dem gestiegenen Verkehrsaufkommen. Nun wird nach Lösungen gesucht.