Gute Bilanz für operklosterneuburg: Auslastung bei 91 Prozent

Erstellt am 11. August 2022 | 05:13
Lesezeit: 3 Min
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Großen Anteil am Erfolg hatte das Leading Team: (v.l.) Theresa Blach (stv. Intendantin), Stefan Siman (Licht), Francois de Carpentries (Regie), Intendant Michael Garschall, Karine Van Hercke (Kostüm), Lukas Siman (Lightdesign).
Foto: Roland Ferrigato
„La Bohème“: Großer Beifall für das gesamte Ensemble auch bei der Dernière.
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Mit Standing Ovations und Bravo-Rufen gingen auch die beiden letzten Vorstellungen der operklosterneuburg im Kaiserhof zu Ende: Puccinis „La Bohème“ erntete bis zum Schluss große Zustimmung.

Auch Kammersängerin Adele Haas, Klosterneuburgerin, Ensemblemitglied an der Wiener Volksoper und gefragte Gesangspädagogin, zeigte sich vollauf begeistert von dieser Produktion: „Seit meinem Abschied von der Bühne habe ich mir noch nie freiwillig drei Vorstellungen einer Oper angehört wie bei dieser stimmungsvollen ,Boheme‘“.

Haas ist ausnahmslos von allen Mitwirkenden beeindruckt, insbesondere der sensible Rodolfo von Clemens Kerschbaumer („ein Glücksgriff in der Besetzung“) und Thomas Weinhappel als Marcello hebt sie hervor.

„So eine Begeisterung motiviert, mit voller Ambition in die Produktion von Don Carlo im Jahr 2023 zu gehen!“ franz brenner Kulturamtsleiter und Geschäftsführer der operklosterneuburg

Ein ganz besonders enthusiastisches Kompliment macht Haas der jungen litauischen Sängerin Kamile Bonté: „Sie reiht sich ein in die Schar von Michael Garschalls Entdeckungen, die Weltkarriere gemacht haben, Fally, Groisböck, Florian Boesch, Schager, Pavol Breslik, Orozco-Estrada. Diese Mimi berührt jedes Herz, ihre Stimme hat Zärtlichkeit und Metall zugleich, und dieses Metall ist das Gold in ihrer Kehle. Eine wahre Entdeckung!“

Da Bonté erst im Verlauf der Aufführungsreihe zum Einsatz kommen konnte, war ihr die mediale Resonanz nicht im selben Ausmaß wie ihrer Einspringerin Camille Schnoor bei der Premiere gewährt.

Doch wahrgenommen wurde sie dennoch, etwa im „Neuen Merker“: „Kamile Bonté darf man wirklich Ausnahmematerial bescheinigen: Die apart timbrierte, goldfarbene Stimme weist einen runden, stets angenehmen Klang auf, und wird mit viel Musikalität und auch Herz eingesetzt. Das angenehme Äußere passt hervorragend zu dieser Partie, und so kann man erstmals wirklich nur gratulieren – der jungen Künstlerin und auch dem ,Entdecker‘ – der im Laufe der Jahre schon einige junge Leute erstmals vorgestellt hat, die dann ihren schönen, großen Weg gemacht haben. Man wird die junge Dame interessiert verfolgen, möge sie vor vorschnellen Verführungen und Raubbau bewahrt bleiben!“

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Traumpaar der Klosterneuburger „Bohème“-Produktion: Klemens Kerschbaumer (Rodolfo), Kamilé Bonté (Mimi).
Foto: Foto Roland Ferrigato

Immerhin über eine Auslastung von 91 Prozent bei 9.766 Besucherinnen und Besuchern kann Geschäftsführer Franz Brenner berichten. Zwar gab es erstmals seit 2016 keine Zusatzvorstellung. Faktoren wie Corona, Ukrainekrise und Witterung hätten eine höhere Auslastung verhindert, meint Brenner, der aber auch auf viel Erfreuliches hinweist: „Positiv zu vermerken sind natürlich die tollen Kritiken und vor allem die Begeisterung des Publikums bei den Vorstellungen, die bis auf die Premiere alle im Kaiserhof stattfinden konnten.“

Viele positive Rückmeldungen seitens des Publikums seien im Kulturamt eingelangt, so Brenner: „Letzten Freitag hatte eine Mitarbeiterin einen Anruf, wo sich Besucher für den tollen Abend bedankt haben, gleichzeitig habe ich ein Dankesmail erhalten, und eine Minute später ist ein Besucher extra bei uns vorbeigekommen, um sich für den schönen Opernabend zu bedanken. Also was will man mehr? So eine Begeisterung motiviert, mit voller Ambition in die Produktion von Don Carlo im Jahr 2023 zu gehen!“

Der Vorverkauf startet am 9. Jänner 2023, bis 28. Februar gilt wieder der Frühbucher- Bonus, Premiere ist am 8. Juli, weitere Vorstellungen folgen bis 4. August.

www.operklosterneuburg.at

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