operklosterneuburg: Drei Premieren, glorreiche Sieben

Erstellt am 29. Juli 2022 | 04:44
Lesezeit: 3 Min
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Geschäftsführer Franz Brenner (l.), Intendant Michael Garschall: das bewährte Duo der operklosterneuburg setzt weiterhin auf Qualität.
Foto: Roland Ferrigato
Ovationen beim verspäteten Debüt. Intendant Michael Garschall über „Mimi“ Kamile Bonté: „Da ist ein Stern aufgegangen.“
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Es war wirklich kein einfacher Saisonstart für „La Bohème“ bei der operklosterneuburg: Erst fiel die Protagonistin aus, dann verregnete es auch noch die Premiere. Doch im NÖN-Gespräch zur „Halbzeit“ zeigen sich die beiden „Opernzwillinge“, Intendant Michael Garschall und Geschäftsführer Franz Brenner, guter Dinge.

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„Da ist ein Stern aufgegangen!“: Kamile Bonté (Mimi) , hier mit Clemens Kerschbaumer (Rodolfo).
Foto: Lukas Beck

„Immerhin hatten wir heuer drei Premieren“, meint Garschall: die erste in der Babenbergerhalle, die zweite im Kaiserhof und die dritte mit der ursprünglich als Mimi vorgesehenen Kamile Bonté. Ihr seien bei ihrem verspäteten Debüt wahre Ovationen bereitet worden, schwärmt Garschall: „Da ist ein Stern aufgegangen!“

Und das, obwohl auch die kurzfristige „Einspringerin“ Camille Schnoor ihre Sache ausgezeichnet gemacht hat. Überhaupt, freut sich Garschall, sei das Ensemble heuer ganz besonders kooperativ und harmonisch, sozusagen die „Glorreichen Sieben“.

„Wir sind gut unterwegs und bewegen uns in Richtung 10.000er-Marke.“ FRANZ BRENNER Geschäftsführer

Die hohe Professionalität und das Qualitätsniveau sind auch für Franz Brenner sehr bemerkenswert. Schließlich hat man in den vergangenen Jahren ein schon sehr anspruchsvolles Repertoire geboten, darunter „Rigoletto“, „La Traviata“ und „La Forza del Destino“.

Auch im kommenden Jahr wird mit „Don Carlo“ wieder eine Verdi-Oper auf dem Spielplan stehen. Mit der bisherigen Auslastung ist Brenner nicht unzufrieden: „Wir sind gut unterwegs und bewegen uns Richtung 10.000er-Marke.“ Für die restlichen Vorstellungen gibt es noch Restkarten. Viele Besucher richten sich auch eher kurzfristig nach dem Wetter.

Bisher sind die Reaktionen des Publikums auf „La Bohème“ sehr positiv. Viele Besucherinnen und Besucher zählen auch schon seit etlichen Jahren zum Stammpublikum. Garschall berichtet von einem treuen Gast, der seiner Begeisterung mit einem Gleichnis Ausdruck verlieh: „Die Oper Klosterneuburg ist eine Schatzkiste, wo jedes Jahr ein Schatz zu bergen ist.“

Da sind auch sängerische Perlen zu entdecken. Doch abgesehen von den Solistinnen und Solisten wollen Garschall und Brenner auch den Chor (Leitung: Michael Schneider) und das Orchester der Beethoven Philharmonie mit dem Dirigenten Christoph Campestrini hervorheben, die gerade in schwierigen Zeiten Außerordentliches leisten.

NEU: Ein Trailer zur Oper:

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