"Die Physiker" als voller Erfolg. Das erste Wochenende der Kierlinger Pfarr Pawlatschen war ein voller Erfolg: drei ausgebuchte Vorstellungen und viel Beifall.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 30. November 2019 (03:25)
Das Irrenhaus wird zum Gefängnis: Hinter Gittern residieren Newton (Alexander Soecknick), Möbius (Caspar Blasch) und Einstein (Alexander Frasl) im Nobelsanatorium. Die Kierlinger Pfarr Pawlatschen bringt Dürrenmatts „Die Physiker“ auf die Pfarrsaal-Bühne.
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Genie und Wahnsinn liegen nah beinander. Komödie und Tragik ebenso. Die Kierlinger Pfarr Pawlatschen balanciert geschickt zwischen den Extremen. Und driftet – ganz nach Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt – dann doch an beide Enden ab.

Lachen folgt auf Weinen und umgekehrt. In der sechsten Saison zeigt die Theatergruppe mit „Die Physiker“ eine ins Groteske übersteigerte Komödie. Oder um Physiker Möbius zu zitieren: Das Stück ist „verrückt, aber weise“.

Eine Achterbahn der Gefühle mit Dürrenmatt

Humor und Intelligenz treffen auf Intrige und Verzweiflung. Die (Möchtegern-)Wissenschaftler der KiPP nehmen das Publikum auf eine emotionale Achterbahn voller Wendungen. Was anfangs klar wirkt, wird im Scheinwerferlicht bald undurchsichtig.

Deutlich ist hingegen der Durchbruch der Schauspiel-Gruppe, und hier ist nicht (nur) der „physikalische“ gemeint. Nach fünf Jahren Theater ist die Pfarr Pawlatschen längst ein Fixum im Ortskalender geworden – drei ausgebuchte Vorstellungen am ersten Wochenende, verdienter Szenen-Applaus und großer Beifall beim Vorhang-Fall beweisen das. Den Erfolg teilen die Akteure mit anderen: Der Reinerlös kommt den Vereinen „Klosterneuburg hilft“ und „Hilfe in Kierling“ zugute.