Ruf nach „Action“ von der Klosterneuburger Jugend. Nach Mitternacht wollen die jungen Besucher des Leopoldimarkts nicht nach Hause gehen. Suche nach Alternativen.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 21. November 2019 (03:09)
Nur der Stoll-Keller – das ist für die Jungen zu wenig. Sie wollen nach Mitrternacht weiterfeiern.
privat

Vor allem die Jugend strömt zu den Festtagen des Hl. Leopold auf das Festgelände am Rathausplatz. Doch um Mitternacht ist Schluss, denn da sperren die Stände zu, und der Betrieb wird eingestellt. Die Frage, was geht ab, stellt sich spätestens um diese Zeit. Die einzige Möglichkeit ist der Besuch des Stoll-Kellers, oder eben ab nach Wien, um weiterzufeiern.

Wohin sollen die Klosterneuburger Jungen, wenn mit Schlag Mitternacht alle Stände am Leopoldimarkt zusperren und vor dem Stollkeller wegen heilloser Überfüllung bereits mehr Leute draußen stehen als drinnen? Diese Frage stellte sich der Klosterneuburger Walter Piller und beschloss, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Um Abhilfe zu schaffen, startete er mit einer Freundes-Gruppe gemeinsam eine Privat-Party im Keller seines Elternhauses in der Leopoldstraße. Was 2013 als kleine Feier für Freunde begann, war nach bereits drei Jahren in aller Munde und so erfolgreich, dass der Keller aus allen Nähten platzte. Also musste eine neue Location her.

„Ich gebe nicht auf. Bereits jetzt suche ich nach neuen Möglichkeiten für 2020.“ Walter Piller, Leopoldimarktbesucher

„Die letzten beiden Jahre stellte Pfarrer Reinhard Schandl die Dachgeschoß-Räume im Schiefergarten zur Verfügung. Doch auch hier wurde der Platz zu knapp“, erzählt Piller und begab sich deshalb bereits im Sommer in ganz Klosterneuburg erneut auf Location-Suche: Aber ob Kaserne, Lagerhallen im Industriegebiet, leer stehende Häuser, Wilheringerhof oder ähnliche Lokalitäten – überall wurde er abgewiesen. Auch der Pächter des ideal gelegenen Stiftskellers lehnte ab. „So musste ich dieses Jahr eine Zwangs-Pause eingelegen. Doch ich gebe nicht auf. Bereits jetzt suche ich nach neuen Möglichkeiten für 2020“, zeigt sich Piller kämpferisch.

„Wir haben seitens der Stadtgemeinde unseren Hof in der Leopoldstraße für den Basketballheurigen geöffnet“, verweist Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager auf Hilfestellung seitens der Gemeinde. Und was, wenn man die Babenbergerhalle für ein Clubbing öffnete? Schmuckenschlager: „Die Halle wird voll von der Weinkost bespielt. Bis ein Uhr ist die Halle bummvoll. Nach eins brauchen wir die Zeit, um die Halle für den nächsten Tag mit Aufräumen und Herrichten auf den nächsten Tag vorzubereiten.“