Weidling

Erstellt am 09. März 2018, 05:29

von Julia Schönberg

„Weidlinger Enge“ sorgt weiter für Diskussionen. Bei der letzten Gemeinderatssitzung gab es noch keine Einigung über den Durchgang von der Hauptstraße zur Löblichgasse.

Ein sicherer Schulweg, über den verhandelt wird. Der Durchgang durch die Wohnhausanlage von der Hauptstraße zur Löblichgasse.  |  NOEN, Schönberg

Das Thema der gehsteiglosen Enge in Weidling ist noch nicht vom Tisch. Es wurde bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Freitag noch keine Einigung beziehungsweise Lösung für das Durchgangs-Problem gefunden.

Die Problematik ist die Hauptstraße in Weidling. Hier ist das sichere Passieren der Engstelle insbesondere für Schulkinder nicht möglich. Aus diesem Grund stellte Gemeinderat Peter Hofbauer bereits 2012 im Gemeinderat einen Dringlichkeitsantrag über eine fußläufige Verbindung zwischen Hauptstraße und Löblichgasse.

„Der Weg ist gemacht, die Stiegen sind gemacht – und jetzt ist nur mehr die rechtliche Frage offen.“ Stefan Schmuckenschlager, Bürgermeister

Am vergangenen Freitag argumentierte Peter Hofbauer bei der Gemeinderatssitzung wie folgt: „Ich habe vor fünf Jahren den Antrag gestellt, dass sich unverzüglich mit dem Grundbesitzer ins Einvernehmen zu setzen ist.“

Weiter fragte Hofbauer: „Wie ist es möglich, dass ein Gemeinderatsbeschluss in dieser Art und Weise ignoriert wurde? Ich weiß nicht, warum man da verhandeln muss?“ Laut Hofbauer war der Durchgang bereits beschlossene Sache.

So machte er seinem Unmut Luft: „Wahrscheinlich ist es verschlampt worden. Also bitte ich hier mit Nachdruck um eine Lösung, sonst stell ich mich dort persönlich hin und werde Zetteln an die Bevölkerung und an die Schulkinder verteilen.“

Haftungsfrage muss geklärt werden

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager äußerte sich darauf so: „Ich kann das erklären. Bis aufs Verschlampen gebe ich Peter Hofbauer auch recht.“ Weiters erklärte der Bürgermeister: „Das hat zu tun mit der Haftungsfrage. Was obliegt der Gemeinde, was dem dortigen Besitzer?“

Schmuckenschlager weiter: „Die Besitzer haben Angst, dass, wenn sich dort jemand verletzt, sie mit Haftungsansprüchen konfrontiert werden. Das verstehe ich.“ Zuversichtlich meint der Bürgermeister: „Die Gemeinde wird einen Weg finden müssen. Die nächste Verhandlungsrunde ist nächste Woche. Es wäre auch sehr blöd, käme es da nicht zu einer Einigung.“

Abschließend ließ Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager eine rasche Lösung des Problems durchblicken: „Der Weg ist gemacht, die Stiegen sind gemacht – und jetzt ist nur mehr die rechtliche Frage offen.“