IST Austria: Vom Labor ins Home-Office. Unter den 800 IST-Mitarbeitern gibt es einen bestätigten Corona-Fall. Daheim-Arbeit seit Montag, virtuelles Angebot für Schüler.

Von Claudia Wagner. Update am 17. März 2020 (13:57)
Symbolbild
Shutterstock/ImageFlow

Ein bestätigter Fall und 33 Personen aus dem Umfeld in Quarantäne: Am IST Austria hat das Coronavirus zugeschlagen. Seit Montag arbeitet die Belegschaft von zuhause, am Campus herrscht nur mehr Notbetrieb – etwa für die Pflege von Pflanzen und Tieren.

Schritt für Schritt setzt das Forschungszentrum Maßnahmen für seine 800 Mitarbeiter und 220 PhD-Studierenden: „Wir haben schon vor einiger Zeit damit begonnen, das Reinigen zu intensivieren und spezielle ,Hotspots‘ wie Handläufe, Türschnallen und Türen extra zu desinfizieren“, erklärt Managing Director Georg Schneider. Die Kurse für die Doktoratsstudenten im ersten Jahr wurden ausgesetzt, die ersten Mitarbeiter in Home Office geschickt. Seit Montag sind nun alle Kollegen – außer wenige Ausnahmen – daheim im Dienst. Schneider: „Wir befolgen und unterstützten die Maßnahmen der Bundesregierung selbstverständlich vollumfänglich.“

Unterstützung kommt vom IST Austria auch für die Schulschließungen – oder besser gesagt für alle neugierigen Kinder und Jugendlichen, die ihr Schullabor vermissen: Das IST Austria bietet unter dem Motto „IST Austria Pop Up Science! Forschen statt fad!“ ein spezielles Service für den Nachwuchs und Eltern, die zuhause bleiben müssen. „Wir wollen virtuell Kindern und Jugendlichen das IST und unsere Forschung mit unseren spannenden Themen näherbringen.“

IST Austria bietet Wissenschaft für alle

Ab 18.3. wird in Österreich bis Ostern der Schulunterricht eingestellt. Schulkinder müssen Zuhause oder in Schulgebäuden betreut werden und stellen Eltern vor Herausforderungen. Das IST Austria bietet mit dem neuen Format Pop-up Science Online-Aktivitäten an, um die Neugier von kleinen Forschern (7-12 Jahre) zu stillen. Getreu dem Motto „Forschen statt fad!“ treffen die Kinder Wissenschafter und Wissenschafterinnen, experimentieren und entwickeln eigene Forschungsfragen, wie zum Beispiel: Warum putzen sich Ameisen, was ist ein Stärkepool und wie tanzen Pflanzen? Spielend lernen Kinder so das Thema Forschung und den Arbeitsalltag von Wissenschaftern kennen. Jeden Tag wird es eine neue Aktivität geben, und möglicherweise können sogar die „Großen“ noch etwas dazulernen.

IST Austria möchte mit Wissenschaft aus „erster Hand“ zeigen, wieviel Spaß Forschung macht, und dass in jedem von uns ein Forscher stecken kann. Durch den direkten Draht zu den Wissenschaftern können Kinder digital Inhalte vermittelt werden, die in der Schule so nicht gezeigt werden können und gleichzeitig werden Eltern und BetreuerInnen entlastet.