Sackerl für Gackerl: „Verpflichtung endlich nachkommen“. Immer mehr Halter lassen die Häufchen ihrer Vierbeiner liegen, meint Anrainerin. Ortschef Bauer: „Gemeinsam Lösung finden.“

Von Claudia Wagner. Erstellt am 30. Juni 2019 (03:01)
Das Trümmerl-Problem „nimmt überhand“. Appell an Hundebesitzer, die Hinterlassenschaften zu entsorgen.
NOEN, Shutterstock/Simon Kadula

„Eine solche Vorgangsweise ist kein Kavaliersdelikt, sondern Sachbeschädigung“, ist eine Maria Guggingerin erbost. Grund des Unmuts: Hundebesitzer, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner einfach liegen lassen – auf Gehsteigen und Grünflächen, Promenaden und Nebenstraßen, bei privaten Hausmauern und Garagenzufahrten.

„Es ist auch schon dazu gekommen, dass volle Hundesackerl in private Gärten und Schwimm-Teiche als Bosheitsakt geworfen wurden“, schildert die Anrainerin das Problem – aus Angst vor derartigen Rache-Streichen möchte sie anonym bleiben. Mit einem Appell wendet sich die Maria Guggingerin an ihre Mitbürger: „Daher ergeht der höfliche Aufruf an die Hundehalter, endlich ihrer Verpflichtung des sofortigen Wegräumens nachzukommen.“

Das „Häufchen“-Problem kennt auch Johann Bauer: „Das nimmt überhand.“ Mit der Stadtgemeinde und der Polizei ist der Ortschef in Gesprächen, Handhabe gibt es kaum. Nach einem Jahr Laufzeit wurde im Herbst 2016 die Dogwatcher-Aktion der Stadt zur Überwachung der Hundekotentsorgung eingestellt.

Heute steht jeder Besitzer selbst in der Verantwortung. Bauer: „Mein Ort war immer ,Wir‘, das ist unsere Stärke. Jeder muss Rücksicht nehmen, dann finden wir gemeinsam eine Lösung.“ Ein Schritt in die richtige Richtung sind die Gassi-Stationen. „Mit den neuen Sackerl-Spendern ist es besser“, bilanziert der Ortschef.