Wein- und Obstbauschule feiert ihre Absolventen. Die Wein- und Obstbauschule feiert nach fünf erfolgreichen Schuljahren ihre neuen Absolventen. „Das Gesamtergebnis ist sehr erfreulich“, bilanziert Direktor Reinhard Eder.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 05. Juli 2019 (16:49)
HBLAuBA
Neun ausgezeichnete Erfolge, sieben gute Erfolge und 20 bestandene Prüfungen: Die HBLA für Wein- und Obstbauschule verabschiedet sich von ihren neuen Absolventen, die vor fünf Jahren nach Klosterneuburg gekommen sind.

Fünf Jahre und rund ein halbes Jahr Praxis dauert die Ausbildung an der HBLA und BA für Wein- und Obstbau. Nach vielen Schularbeiten, Tests, Prüfungen, Übungen und anderen Aufgaben stellt die Reife- und Diplomprüfung den krönenden Abschluss dar. Seit drei Jahren findet diese wichtige Abschlussprüfung, ihrer Bedeutung gemäß, in dreistufiger Form statt: Diplomarbeit, teilstandardisierte schriftliche Prüfung (in Deutsch, Mathematik, Betriebswirtschaftslehre und/oder Englisch) sowie mündliche Prüfungen in den Fachgegenständen und Komplementärfächern (Religion, Geschichte, Literatur).

Die schriftlichen Prüfungen und die Diplomarbeit absolvierten alle Kandidaten positiv. Mitte Juni traten die hoffnungsvollen Schüler der HBLA zu den mündlichen Prüfungen im historischen Kellergewölbe an. Vor den Augen der Prüfungskommission, unter der Leitung von Ingrid Veis, Referatsleiterin für die land- und forstwirtschaftlichen HBLA im Bildungsministerium, konnten die 12 Schülerinnen und 25 Schüler ihr Wissen und ihre Fähigkeiten gut präsentieren.

„Während der fünfjährigen Entwicklungsphase waren die Schüler, Rebpflanzen ähnlich, einer Vielzahl von Schwankungen unterworfen.“ Direktor Reinhard Eder

Direktor Reinhard Eder bilanziert: „Beinahe wäre sich eine ,weiße Fahne‘ ausgegangen. Nichtsdestotrotz ist das Gesamtergebnis mit neunmal ausgezeichneter Erfolg – drei Mädchen davon mit ausschließlich ,Sehr gut‘ als Note –, siebenmal guter Erfolg, Zwanzigmal bestanden und einmal nicht bestanden sehr erfreulich und herzeigbar“, so Eder.

„Ausgesetzt“ in

Klosterneuburg

Nach einem gemeinsamen Festessen in der Schülerheimküche fand die feierliche Zeugnisverteilung im Augustinussaal des Chorherrenstiftes statt. In seiner Festansprache verglich der Direktor die erfolgreichen Absolventen mit einem Gemischten Satz Jahrgang 2019, da vor fünf Jahren 48 junge „Pflänzchen“ mit verschiedenen Herkünften in der Babenbergerstadt „ausgesetzt“ wurden. Eder: „Während der fünfjährigen Entwicklungsphase waren die Schüler, Rebpflanzen ähnlich, einer Vielzahl von Schwankungen unterworfen und haben hoffentlich möglichst viele schöne, förderliche und fröhliche Tage und wenige stressige, anstrengende und eventuell auch enttäuschende Stunden erlebt.“

Die verschiedenen Prüfungen haben dazu geführt, dass es auch Ausfälle gab, die durch „Nachpflanzungen“ – Quereinsteiger in höhere Jahrgänge und Repetenten – nur teilweise kompensiert werden konnten, sodass 37 Kandidaten zur Abschlussprüfung antreten konnten. Bei dieser finalen Prüfung zeigten die Jugendlichen ihr großes Potenzial.

Als zweiter Höhepunkt folgte die Prämierung der besten Diplomarbeiten, welche als finanzielle Belohnung besonderer Leistungen 1997 etabliert wurde. So konnten auch heuer wieder sechs Arbeiten in der ersten und sieben Arbeiten in der zweiten Kategorie ausgezeichnet werden. Die gesamte Feier wurde durch Musikstücke, welche das Schulorchester unter Susanne Grausenburger darbot, bestens begleitet und aufgelockert.

Nach einer kurzen Erfrischungspause übersiedelten die Festgäste in die kühle Stiftskirche, wo Religionsprofessor Tassilo Dominic Lorenz einen stimmigen Dankgottesdienst zelebrierte.

In seiner Predigt griff er das Motto des heurigen Maturaballs „Ab ins Paradies° auf und bat unter anderem die Absolventen daran zu arbeiten, dass die Welt ein bisschen mehr Paradies wird.