Stift Klosterneuburg verweist auf Opferschutz. Im Stift Klosterneuburg habe man nach Bekanntwerden des Missbrauchsfalls aus 1993 alles getan, um der Sache nachzugehen, sagte Sprecher Walter Hanzmann.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 28. September 2017 (13:59)
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Stift-Pressesprecher Walter Hanzmann will vor allem das Missbrauchsopfer geschützt wissen.

Alte Protokolle wurden ausgehoben, aus denen u.a. hervorging, dass der damalige, 1997 verstorbene Propst Gebhard Koberger unmittelbar reagiert und den betreffenden Augustiner-Chorherren suspendiert hatte.

Hanzmann verwies unter Hinweis auf ein Sechs-Augen-Gespräch mit den damals Betroffenen auf den Aspekt des Opferschutzes, der nun verletzt werden könnte: Mutter und Sohn wollen unbedingt anonym bleiben, hätten jetzt aber Sorge, dass ihre Namen bekannt würden.

Die Dame habe ihm versichert, dass sie 1993 den Schutz ihres Kindes sicherstellen wollte, was nach ihrem Gespräch mit Koberger und dem ebenfalls verstorbenen Dechant durch die Entfernung des Geistlichen aus dem Kloster geschehen sei, den Fall aber - ebenfalls zum Schutz des Buben - dezidiert nicht anzeigen wollte.