Nach Geiselnahme - Angeschossener weiter in Lebensgefahr. Der am Dienstag im Vorfeld einer Geiselnahme in der Bezirkshauptmannschaft Wien-Umgebung in Klosterneuburg angeschossene Leiter der Abteilung für Forst, Jagd und Landwirtschaft schwebt weiterhin in akuter Lebensgefahr.

Erstellt am 23. März 2011 (09:25)
NOEN, HORNSTEIN/WERTHEIM
APA3814735-2 - 22032011 - KLOSTERNEUBURG - …STERREICH: ZU APA 449 CI - In der Bezirkshauptmannschaft Wien-Umgebung in der Leopoldstraße 21 in Klosterneuburg ist es am Dienstag, 22. März 2011, nach einer Schussabgabe mit einem Schwerverletzten laut Augenzeugen auch zu einer Geiselnahme gekommen. Im Bild klettert ein Polizeibeamter auf einer Leiter in das Gebäude. APA-FOTO: HERBERT PFARRHOFER
Der Zustand des Verwundeten, der gestern stundenlang notoperiert wurde, sei "stabil, aber sehr ernst und sehr besorgniserregend", sagte Franz Polzer, Leiter des NÖ Landeskriminalamts, am Mittwochvormittag.

"Dieser Mann hat eine Reihe von Schussverletzungen im Unterkörper", so Polzer. Wie viele Kugeln den Beamten wohin getroffen hatten, könne und werde man - aus Gründen der Privatsphäre - nicht sagen. Die Tatortgruppe habe aber Spuren von mehr als zehn Schüssen in dem Raum gefunden. Es sei daher davon auszugehen, dass eine Vielzahl davon den Mann auch getroffen habe, fügte er hinzu.

Am frühen Dienstagnachmittag war ein bewaffneter 55-Jähriger, der seit langem im Zwist mit der Behörde lag, in das Gebäude der BH gekommen und hatte gezielt auf den Abteilungsleiter gefeuert. Danach nahm er eine Mitarbeiterin als Geisel und verschanzte sich sechs Stunden lang. Nach der Befreiung der unverletzten Frau durch die Cobra richtete der Mann seine Waffe gegen sich selbst. Er verstarb am Weg ins Krankenhaus.