Nachnutzung vor Fixierung. Für den Bau auf dem Grund des alten Feuerwehrhauses wurde nun eine Genossenschaft gefunden. Geförderte Mietwohnungen mit Nahversorger werden kommen.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 23. Juli 2014 (08:02)
NOEN, Martin Gruber-Dorninger
Der Heilige Florian schaut den beiden Mitgliedern des Gemeinderates Markus Presle und Roland Honeder über die Schultern. Bald wird auch er eine neue Behausung in Weidling bekommen. Foto: Martin Gruber-Dorninger
In der Vorwoche unterzeichnete Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager die Pläne für das neue Feuerwehrhaus in Weidling. Bleibt nur noch die Frage: Was passiert mit dem alten Heim der Silberhelme? – Und auch hier ist die Stadtgemeinde der Fixierung einen großen Schritt näher gekommen.

Stadtrat Roland Honeder klärt über die Fortschritte auf: „Zu der Nachnutzung des derzeitigen Grundstücks der Feuerwehr Weidling, wurde schon längere Zeit mit verschiedenen Interessenten Gespräche geführt. Aus den Ausschreibungen ging nun eine Genossenschaft als Bestbieter hervor.“ Um welche Genossenschaft es sich handelt, wollte der Stadtrat gegenüber der NÖN noch keine genauen Auskünfte machen.

Wirtschaftliches auch im Vordergrund

Im Vordergrund stand einerseits, wirtschaftlich ein Ergebnis zu erzielen, mit dem der Neubau des Feuerwehrhauses Weidling finanziert werden kann, und andererseits, ein Projekt zu verwirklichen, bei dem Wert auf leistbaren Wohnraum in Klosterneuburg gelegt wird.

„Denn in diesem Projekt werden geförderte Mietwohnungen errichtet. Außerdem soll eine eigene Tiefgarage errichtet werden, um dem Parkplatzbedarf gerecht zu werden“, verrät Honeder. Das neue Gebäude soll zudem die umliegenden Wohnhäuser in der Größe nicht überragen. Die Genossenschaft plant, 20 neue Wohnungen zu errichten.

Jugendgemeinderat Markus Presle zeigte sich ebenfalls über den Fortschritt erfreut: „Mit der Nachnutzung des Feuerwehrhauses Weidling werden geförderte Mietwohnungen entstehen, die insbesondere auch für junge Leute und Familien einen kostengünstigen Wohnraum darstellen.“

Ausschuss und Gemeinderat fixieren

Ein Nahversorger soll ebenfalls einziehen. Da es im Zentrum von Weidling wenige adäquate Geschäftslokale gibt, konnten sich in der Vergangenheit nicht viele Geschäfte ansiedeln. Durch den Neubau wird nun auch die Möglichkeit geschaffen, dass sich neue Geschäfte ansiedeln können. „Ob es auch einen Postpartner geben wird, kann man jetzt noch nicht sagen, das kommt auf den künftigen Betreiber an“, so Honeder.

Das Projekt wird im Herbst dem entsprechenden Ausschuss und anschließend dem Gemeinderat vorgelegt. Sobald das neue Feuerwehrhaus auf der Hauptstraße errichtet wurde, der Spatenstich erfolgt bekanntlich im Frühjahr 2015, soll dieses Projekt der geförderten Mietwohnungen und der Nahversorgungsinfrastruktur umgesetzt werden. „Durch Projekte wie dieses kann die Stadt, trotz laufender Investitionen, weiter Schulden abbauen“, ist Honeder überzeugt.