Grüne fahren auch in Klosterneuburg starke Verluste ein. ÖVP, FPÖ, SPÖ und NEOS können in der Stadt zulegen. Pilz ist im Nationalrat. Debakel für Grüne.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 18. Oktober 2017 (05:58)
Jubelstimmung in der Klosterneuburg ÖVP-Zentrale am Rathausplatz. Mit 31,6 Prozent bundesweit und 35,8 Prozent in der Stadt ist die ÖVP klarer Wahlsieger.
NOEN, Hornstein

Die größte Überraschung der Nationalratswahl 2017: Die Grünen stürzen ab und schaffen wahrscheinlich den Einzug ins Parlament nicht mehr. Wahrscheinlich deshalb, weil das derzeitige Ergebnis noch immer eine Hochrechnung ist. Der Grund dafür ist die große Anzahl von 900 Wahlkarten, die erst am Donnerstag dieser Woche ausgezählt sind. Da dürfen die Grünen noch hoffen.

Wunsch nach Veränderung

Die Nationalratswahl 2017 war geprägt vom Wunsch der Österreicher nach Veränderung. Das ist auch das Resümee der wohl prominentesten Klosterneuburger Politikerin, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Es ist spürbar, dass die Menschen Veränderung und einen neuen Stil in der Politik wollen. Wir haben intensive Wochen hinter uns, mit einem schmutzigen Wahlkampf, den viele Menschen abgelehnt haben. Daraus muss man lernen. Jetzt muss wieder die Arbeit im Mittelpunkt stehen, und jetzt geht es darum, wieder Brücken zu bauen.“

„Es ist spürbar, dass die Menschen Veränderung und einen neuen Stil in der Politik wollen.“ Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau

„Ich bin sehr froh, dass wir die Nummer Eins noch weiter ausbauen und so einen schönen Sieg feiern konnten“, so Schmuckenschlager in einem ersten Kommentar. Und weiter: „Ich glaube, es war wichtig, einen konstruktiven Wahlkampf mit hervorragenden Klosterneuburger Kandidaten geführt zu haben.“

Aus Klosterneuburger Sicht sei der Aufwärtstrend von Grün und NEOS gestoppt worden. „Mit diesem Ergebnis gestärkt, bereiten wir uns jetzt intensiv auf die Landtagswahl vor“, so Schmuckenschlager euphorisch.

Und der Höhenflug der Grünen wurde wahrhaftig gestoppt. Fielen sie bundesweit von 8,6 auf 3,9 Prozent, in Niederösterreich von 9,2 auf 2,5 Prozent, so setzte es wohl in Klosterneuburg die ärgste Watsch’n: ein Absturz von 16,7 auf 5,4 Prozent. „Diese existenzielle Katastrophe hat alleine die Bundespartei zu verantworten“, ist sich der Grüne Stadtrat Sepp Wimmer sicher.

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