Evaluierung läuft: Weiter warten auf weiches Wasser. Klosterneuburgs Wasser soll enthärtet werden, die Stadt holt derzeit Infos von der EVN ein. Noch kein Zeitplan für die Umsetzung.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 16. September 2020 (04:36)
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Mit der versprochenen Entkalkungsanlage ließ Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager im Jänner aufhorchen. Monate später ist es leise um das Projekt geworden. „Ich vermisse die Angelegenheit Wasserenthärtung durch Naturfilteranlage auf der Tagesordnung“, bedauert Gemeinderat Peter Hofbauer (Liste Hofbauer). Und auch die NÖN-Leserschaft wird ungeduldig: „Ein dreiviertel Jahr ist schon verstrichen ohne die Spur einer Meldung“, klagt ein Klosterneuburger.

Warten ist wohl auch weiter angesagt, einen zeitlichen Rahmen für die Anlagen-Errichtung gibt es nämlich nicht. Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager (ÖVP) erklärt: „Es wurde bereits mit der Evaluierung begonnen. Erst mit den Informationen über die Rahmenbedingungen kann ein Zeitrahmen gesetzt werden.“

Kosten noch „nicht einzuschätzen“

Und weiter: „Derzeit werden Informationen von der EVN eingeholt“, berichtet der Stadtchef und ergänzt: „Dieses Unternehmen betreibt bereits eine derartige Anlage.“ Was die Naturfilteranlage die Stadtgemeinde und schließlich auch die Verbraucher kostet, ist noch ungewiss. Schmuckenschlager: „Das ist vom Betreibermodell abhängig und zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht einzuschätzen. Eine Erhöhung der Wassergebühren ist nach über zehn Jahren ohne Gebührenerhöhung bereits davor zur teilweisen Abgeltung der Indexsteigerungen nötig.“

Die gute Nachricht: Corona beeinflusst das Projekt in „keiner außergewöhnlichen Weise“, versichert der Stadtchef.