Buchberg ohne Grenzen. Der Buchberg ist für die Klosterneuburger seit jeher ein wertvolles Stück Natur, das für Spaziergänge, Picknicks oder sportliche Betätigung genutzt wird. Doch wie lange noch?

Von Thomas Török. Erstellt am 03. April 2021 (03:46)
Könnte solch ein malerisches Panorama bald nur privaten Grundbesitzern vorbehalten sein? Am Buchberg mehren sich die Zäune.
Török, Török

Wenn man auf der Langen Gasse unterwegs ist, ist man selten allein: Radfahrer, Jogger, Spaziergänger und Picknicker erfreuen sich seit Generationen an der wundervollen Idylle des Buchbergs. Doch vor allem den älteren Anrainern fallen seit einiger Zeit langsame, aber konsequente Änderungen im Landschaftsbild auf.

Ferdinand Schachinger, Jahrgang 1939, verbrachte sein ganzes Leben in Weidling. „Seit einigen Jahren und besonders seit dem Vorjahr wird der Buchberg vom Kerblkreuz bis zum Robelkreuz systematisch landwirtschaftlich genutzt und verbaut. Zwangsläufig entstehen Schutzzäune. Wiesen und Grünflächen werden umriegelt. Nun frage ich mich, ob in diesem Erholungs- und Wandergebiet bald nichts mehr so sein wird, wie man es gewohnt ist“, beschreibt der Pensionist seine Befürchtungen.

„Nun frage ich mich, ob in diesem Erholungs- und Wandergebiet bald nichts mehr so sein wird, wie man es gewohnt ist.“ Ferdinand Schachinger, Pensionist aus Weidling

Immer öfter fahren Autos die Lange Gasse hoch, die die Idylle trüben. Schachinger fragt sich, wem der Buchberg wohl gehört, wer die Gründe vergibt und ob darauf gebaut werden darf. Er und viele andere sorgen sich darum, in naher Zukunft keinen Zugang mehr zu haben zu dieser schönen Landschaft mit dem malerischen Ausblick.

„Entlang der Langen Gasse gibt es verschiedene Besitzverhältnisse, bis auf einen kleinen Teil ist alles Privatbesitz“, erfährt man vonseiten der Gemeinde. Was die Bautätigkeiten anbelangt, so handelt es sich hier nicht um die Gemeinde, sondern um die jeweiligen Grundstückseigentümer. „Zu beachten ist, dass bei Wiesen Umzäunungen erlaubt sind, das Recht für Jedermann zur Benützung bezieht sich nur auf Wald“, verweist die Gemeinde auf die rechtliche Grundlage in diesem Fall.

Da kann man wohl nur an das Wohlwollen der Grundbesitzer am Buchberg appellieren, der Öffentlichkeit nicht ein so geliebtes Stück an Lebensqualität zu nehmen. Vor allem in Zeiten wie diesen wäre dieser Verlust ein herber Schlag für alle Klosterneuburger, meint Schachinger.