Es wird wieder enger in Klosterneuburg. Absagen in Klosterneuburg bei Mittelalterfest, Lions-Flohmarkt, Jägerball, Martinsball. Das Publikum verhält sich oft abwartend. Kulturamtsleiter Brenner: Maßnahmen mit Planbarkeit!

Von Ewald Baringer. Erstellt am 15. September 2021 (04:00)
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Kulturamtsleiter Franz Brenner hofft auf praktikable Maßnahmen.
Ewald Baringer

Die aktuelle Entwicklung der Pandemie, neuerlich steigende Zahlen, im Raum stehende Verschärfungen: Es wird wieder enger für heimische Veranstalter. Das zweitägige Mittelalterfest etwa, geplant für 25. und 26. September, wurde vorsorglich auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Pandemielage lasse das Fest in dieser Komplexität und aufgrund der Besonderheiten des Geländes nicht zu, so die Begründung des Stifts. Es gäbe Überschneidungen von Besucherströmen, die vor dem Hintergrund der aktuellen Covid-19-Lage als zu riskant erachtet wurden. Weitere Veranstaltungen im Stift sind derzeit nicht betroffen.

Seitens der Stadtgemeinde verweist Kulturamtsleiter Franz Brenner auf zahlreiche Schutzkonzepte: „Wir haben uns auch entschieden, im Herbst bis zum Jänner alle Veranstaltungen zur Sicherheit des Publikums mit ,Sperrsitzen‘ zwischen den Familien/Besuchergruppen zu verkaufen.“ Genereller Tenor: „Große“ Veranstaltungen mit bekannten Namen werden nach wie vor gut verkauft, bei weniger bekannten Künstlern allerdings ist die „Risikobereitschaft“ des Publikums deutlich zurückgegangen. Abonnementkonzerte konnten den Besucherstand nahezu unverändert halten.

Ballveranstaltungen im Jänner wackeln (bereits abgesagt: Jägerball und Martinsball!), der Lions Flohmarkt ist ebenfalls abgesagt, Sammlerbörse (2./3. Oktober 2021) und Mineralienbörse (16./17. Oktober 2021) finden jedoch statt!

Brenners Wunsch an die Politik: „Bitte denkt an die Planbarkeit! Maßnahmen benötigen Vorlaufzeiten, um praktikabel umgesetzt und kommuniziert werden zu können. Corona hat eine Schneise ins Veranstaltungswesen geschlagen, jetzt braucht es langfristige ,Erholungskonzepte‘, die nur funktionieren, wenn auch dem Publikum Stabilität und Sicherheit vermittelt werden.“

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