Wohin fährt Jesus an Christi Himmelfahrt?. Ab sofort jeden Sonntag neu auf NÖN.at: Geschichten aus dem Stift Klosterneuburg.

Von Red. Klosterneuburg. Erstellt am 09. Mai 2021 (07:00)
Stifts-Bibliothekarin Christina Jackel über Christi Himmelfahrt.
Usercontent, Stift Klosterneuburg

Auf vielen mittelalterlichen Darstellungen der Himmelfahrt Christi sieht man nur die Füße von Jesus, wie sie gerade in einer Wolke am oberen Bildrand verschwinden. Aber wie müsste man dieses Bild weiterzeichnen? Wohin entschwindet Jesus eigentlich und wie hat man sich den Himmel im Mittelalter vorgestellt?

„Zwei besondere alte Bücher aus der Stiftsbibliothek geben Antwort auf diese oft gestellten Fragen“, so Christina Jackel, Bibliothekarin im Stift Klosterneuburg. Die Weltchronik von Hartmann Schedel aus dem Jahr 1500 erzählt die Geschichte der Welt seit ihrer Erschaffung und das Buch der Natur von Konrad von Megenberg (1482) erklärt die gesamte Natur – die Elemente, Tiere Pflanzen, Steine und eben auch den Kosmos.

Diese beiden Bücher zeigen die Erde als Mittelpunkt eines geschlossenen Universums, in dem Sonne, Mond, Sterne und Planeten um die Erde kreisen. Das alles wird von einer feurigen Sphäre umschlossen – dem Sitz Gottes und aller seiner Lieben.