Stift Klosterneuburg wartet auf den Bischof. Der Vatikan hat Bischof Clemens mit der Leitung betreut. Er wird von Pater Handgrätinger unterstützt. Beide sind noch nicht vor Ort.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 26. November 2020 (03:49)
Bischof Josef Clemens ist neuer Leiter und gesetzlicher Vertreter des Stifts Klosterneuburg. Coronabedingt kann noch kein definitiver Termin für sein Eintreffen in der Babenbergerstadt genannt werden. Bis dahin wurde Stiftsdechant Benno Anderlitschka zur Koordination des täglichen Lebens und der Dienste im Stift subdelegiert.
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Als päpstlicher Delegat und gesetzlicher Vertreter hat Bischof Josef Clemens die gleichen Befugnisse wie ein Propst. Nach dem Rücktritt von Bernhard Backovsky im Mai und einer apostolischen Visitation im Sommer wurde der gebürtige Deutsche vom Vatikan mit der Leitung des Stifts Klosterneuburg betreut.

Rom begründet den Einsatz eines Externen mit der „Feststellung, dass der ehemalige Propst Bernhard Backovksy die Situation rund um den von Mitgliedern und ehemaligen Mitgliedern des Stiftes begangenen Missbrauch nicht angemessen gehandhabt hat“, erklärt Stiftssprecher Walter Hanzmann. Seitens des Stifts Klosterneuburg sei man ebenso an einer Klärung interessiert.

Bis zum Eintreffen eines Vertreters aus Rom – ein Termin steht coronabedingt noch nicht fest – kümmert sich Stiftsdechant Benno Anderlitschka um die Koordination des täglichen Lebens und die Dienste im Stift. Bischof Clemens wird in seiner Aufgabe von dem früheren Generalabt der Prämonstratenser-Chorherren, Pater Thomas Handgrätinger, aus der Abtei Windberg unterstützt.