„Nicht im Sinne der Stadt“. Die ÖBB beauftragte Firma für Schlägerungsarbeiten und Grünschnitt für die Errichtung von Lärmschutzwänden. Für Stadtgemeinde hat ÖBB über’s Ziel hinaus geschossen.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 23. Juli 2014 (08:04)
NOEN, Heindl
Eine Spur der Verwüstung hinterließen Rodungsarbeiten, die aufgrund der Errichtung von Lärmschutzwänden notwendig waren. Foto: Heindl
Die ÖBB warnte die Anrainer in Höflein per Aussendung vor, dass zum Zwecke der Errichtung einer Lärmschutzwand zwischen der Badgasse in Kritzendorf und der Brückenstraße in Höflein mit erhöhtem Lärmaufkommen zu rechnen sein würde.

Stadt, Land und Bahn waren bei Begehung 

Ein Grund dafür sind umfangreiche Rodungsarbeiten entlang der Bahntrasse. Die Anrainer staunten nicht schlecht, als sie das Ausmaß der Schlägerungsarbeiten und des Grünschnitts betrachteten. „Viel blieb nicht übrig vom Grün“, war eine Autofahrerin entsetzt.

Ähnliches teilte auch die Stadtgemeinde Klosterneuburg in einer Presseaussendung mit: „Diese Arbeiten erfolgten nicht, wie ursprünglich mit der Stadtgemeinde vereinbart, diese sind nicht im Sinne der Stadt.“

Vorgesehen waren im Rahmen einer Begehung durch die Ortsvorsteher Franz Resperger (Kritzendorf) und Manfred Hoffelner (Hoflein) sowie je einen Vertreter der ÖBB und des Landes Niederösterreich, dass bei den Schlägerungen nur jene Baume gefällt werden sollten, die für den Bau oder aus Sicherheitsgründen entfernt werden müssen. Dies wurde, laut Stadtgemeinde, auch protokollarisch festgehalten. „Eine komplette Abholzung wurde nicht vereinbart“, so die Presseaussendung.

Rodung hinterlässt schlimmeren Eindruck

Für ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif seien mehre Faktoren für eine Rodung ausschlaggebend: „Wir engagieren eine Firma, die diese Arbeiten für uns erledigt. Mit dabei ist auch ein Förster, der den Zustand der Pflanzen begutachtet und schließlich auch entscheidet, was stehen bleibt und was weggeschnitten werden muss.“ Genaueres müsse die ÖBB aber auch noch eruieren.

Fest steht jedenfalls für Seif, dass die Bundesbahnen für die Wiederherstellung der Grünfläche und für das Setzen von Ersatzpflanzen in gutem Einvernehmen mit der Stadtgemeinde stehen. „Wir suchen uns dann gemeinsam die Art der Pflanzen aus, das ist so ausgemacht“, verspricht Seif.

Außerdem schaue das nur derzeit so schlimm aus, da die Rodungen im Sommer passieren mussten „im Frühjahr wäre das nicht so schlimm aufgefallen“, begründet Seif.