Zwei Stadträte sagen in Klosterneuburg Adé. Die VP-Stadträte Martin Czerny und Peter Mayer nehmen endgültig Abschied vom Klosterneuburger Gemeinderat.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 12. Juli 2019 (03:43)
Hornstein
Wirtschaftsstadtrat Martin Czerny undFinanzstadtrat Peter Mayer nutzten die letzte Gemeinderatssitzung, um nach langer Dienstzeit Abschied zu nehmen.

Letzter Arbeitstag 28. Juni 2019. Die 43. Gemeinderatssitzung wird in Klosterneuburg eingeläutet. Für die beiden Stadträte Peter Mayer und Martin Czerny, beide ÖVP, der letzte öffentliche Auftritt in ihrer Funktion. Und sie nutzten den Speakercorner, um noch einmal das Wort zu ergreifen.

„Martin Czerny und ich gehören dem Gemeinderat ab heute nicht mehr an, und es ist Zeit, Abschied zu nehmen. Das mache ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, eröffnet Stadtrat Peter Mayer seine Abschiedsrede. Die positiven Eindrücke seiner Tätigkeit hätten die negativen bei Weitem überragt. „Ich kann geregelt die Finanzen übergeben“, betont der scheidende Finanzstadtrat.

Für seine Fraktion gelte nicht die Steigerungsform „Feind, Todfeind, Parteifreund“, ganz im Gegenteil, der Zusammenhalt in der Fraktion sei die Stärke der ÖVP. Aber auch mit den politischen Mitstreitern zeigte sich Mayer zufrieden. „Mit fast allen war es möglich, ein Verhältnis aufzubauen, das auf persönlicher Achtung und Wertschätzung basiert.“

„Ich denke, ich konnte in meinem Ressort auch einiges bewegen und modernisieren"

Mayer bedankt sich bei der Verwaltung für die Mitarbeit, hebt aber einen besonders heraus: Kammeramtsdirektor Günther Schwarz. „Wir waren enge Verbündete im Kampf um die Budgets, und man kann durchaus sagen, dass sich inzwischen eine persönliche Freundschaft entwickelt hat.“ Und Mayer zu seiner Ehefrau: „Ich bin mir nicht sicher, aber ich hoffe, du kannst dich über meine gewonnene Freizeit freuen.“

„Ich denke, ich konnte in meinem Ressort auch einiges bewegen und modernisieren, den Sport nach vorne bringen, und auch die Wirtschaft floriert in Klosterneuburg“, so der scheidende Stadtrat Martin Czerny in seiner Rede. Es sei für Czerny die größte Auszeichnung, dass er dieser Stadt 15 Jahre dienen durfte. Es hätte im Gemeinderat auch oft sehr harte Diskussionen gegeben, aber sie wären für Czerny fast immer auf Augenhöhe gewesen.