Endspurt für die Opern-Vorbereitungen

Erstellt am 30. Juni 2021 | 11:38
Lesezeit: 3 Min
operklosterneuburg - Endspurt für die Opern-Vorbereitungen
Die Macht des Schicksals hat schon einmal zugeschlagen – und die operklosterneuburg in die coronabedingte Zwangspause geschickt. Nach langem Warten kehrt am Samstag, 3. Juli, das Großevent mit Verdis „La forza del destino“ zurück. Die Proben für die Premiere im Kaiserhof laufen auf Hochtouren. Am Bild: Karina Flores (Leonora), Zurab Zurabishvili (Alvaro), Anja Mittermueller (Curra) und Kammersänger Walter Fink (Marchese). Foto: Lukas Beck
Foto: Lukas Beck
Theaterfest-Highlight im Juli: Giuseppe Verdis „La forza del destino“ in der Inszenierung von Regisseur Julian Pölsler. Premiere am Samstag, 3. Juli.
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Die Spannung steigt: In wenigen Tagen bringt die operklosterneuburg mit Giuseppe Verdis „La forza del destino“ ihre neue Produktion im Kaiserhof des Chorherrenstifts zur Premiere. Regie führt der vielfach ausgezeichnete Drehbuchautor, TV- und Filmregisseur Julian Roman Pölsler, der bereits 2006 sein Opernregiedebüt in Klosterneuburg mit „Hoffmanns Erzählungen“ gefeiert hatte und nun – 15 Jahre später sein Comeback begeht.

Bekannt wurde Pölsler nicht zuletzt durch die Verfilmungen der Inspektor-Polt-Serie nach den Romanen von Alfred Komarek, weiters mit den Literaturverfilmungen „Die Wand“ und „Wir töten Stella“ nach Marlen Haushofer oder zuletzt „Letzter Kirtag“ (2020) mit Cornelius Obonya.

Auch Dirigent Christoph Campestrini mit der Beethoven Philharmonie, Chorleiter Michael Schneider, Bühnenbildner Hans Kudlich, Kostümbildnerin Andrea Hölzl, Choreografin Monica I. Rusu-Radman und Lichtdesigner Lukas Siman zählen längst zum Kern des Leading Teams.

Garschall: Gritskova
am Weg zum Weltstar 

Teilweise ebenfalls bereits bestens bekannt in Klosterneuburg ist auch die von Intendant Michael Garschall gecastete Besetzung. Kammersänger Walter Fink ist als Donna Leonoras Vater, Marchese de Calatrava, zu erleben. Das von ihm fluch- und schicksalbehaftete Liebespaar wird von Karina Flores (Donna Leonora) und Zurab Zurabishvili (Don Álvaro) gesungen – letzterer als Canio/Pagliacci (2016) und Hoffmann/Hoffmanns Erzählungen (2019) in Klosterneuburg bejubelt.

Don Carlo, der von Rachsucht besessene Bruder Leonoras, ist mit David Babayants (Rollendebüt) besetzt. Publikumsliebling Margarita Gritskova – Page/Le Comte Ory (2017) und Muse, Nicklausse/Hoffmanns Erzählungen (2019) – feiert heuer ihr mit Spannung erwartetes Rollendebüt als Zigeunerin Preziosilla. Intendant Garschall: „Eine neue Traumrolle für Gritskova am Weg zum Weltstar.“

Sein Europadebüt gibt Matheus Françain in der Partie des Padre Guardiano. Ihm zur Seite ist Marian Pop als Fra Melitone zu hören. Lukas Johan (Alkalde/Chirurg) – sängerische Entdeckung als „Hermann, Schlemihl“/Hoffmanns Erzählungen“ (2019) – sowie die erst 17-jährige Niederösterreicherin und mehrfache Preisträgerin Anja Mittermüller als Curra (Leonoras Kammerzofe) – komplettieren das Sänger/innen-Ensemble.

Die Premiere ist am Samstag, 3. Juli, um 20.30 Uhr, weitere Vorstellungen in italienischer Sprache mit deutschen Texteinblendungen sind bis 30. Juli anberaumt, am 6. Juli findet die Benefizvorstellung „La forza del destino“ für den Rotary-Clubs Klosterneuburg statt. Die Kinder- und Familienproduktion „Ohrenschmaus im Opernhaus – Tony Makkaroni kocht die schönsten Opernarien“ wird am Sonntag, 18. Juli um 18 Uhr geboten (Moderation: Andy Hallwaxx).

Karten beim Kulturamt, ( 02243/444-424, karten@ operklosterneuburg sowie Eventjet und Ö-Ticket. Als Veranstalter fungiert die Stadtgemeinde Klosterneuburg im Rahmen des Theaterfests NÖ veranstaltet. Die operklosterneuburg, ist im Lauf der Jahre zum drittgrößten Open-Air-Opernfestival Österreichs aufgestiegen. Für zahlreiche junge Sänger wurde das Festival zum Sprungbrett für internationale Karrieren, darunter Daniela Fally, Annely Peebo, Florian Boesch, Markus Werba, Pavol Breslik, Günther Groissböck, ebenso für Dirigenten wie Thomas Rösner und Andrés Orozco-Estrada.

www.operklosterneuburg.at.

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