Auf Pilgers Pfaden in Maria Gugging. Bei der Lourdesgrotte verlaufen vier Pilgerwege, die besonders jetzt im Herbst zu einem entspannenden, ausgedehnten Waldspaziergang in der farbenfrohen Natur einladen.

Von Thomas Török. Erstellt am 14. November 2020 (03:38)
Das farbenfrohe Blätterkleid der Bäume verleiht den Pilgerwegen der Lourdesgrotte eine Magie, die Herz und Seele beruhigen und erfreuen.
Török

Es sind vier Pilgerwege, die durch den Wienerwald zur Lourdesgrotte führen. Sie verbinden den Wallfahrtsort auf vier unterschiedlichen Pfaden mit der Österreichischen Portiunkulakirche (auch Wallfahrtskirche) in Maria Gugging. Unterwegs kommt man an Stationen wie dem Christophorusdenkmal oder dem Herz-Jesu-Monument vorbei.

Man muss aber nicht unbedingt aus vom Glauben begründeten Absichten kommen, um diese Pilgerwege zu erleben. Auch wenn man einfach mal die Seele baumeln lassen will, bietet die Umgebung allen Menschen Entspannung, Besinnung und Ruhe an. In so herausfordernden Zeiten wie diesen, die den menschlichen Geist beanspruchen und die Zukunft mit so viel Unsicherheiten zu behaften scheinen, tut ein ausgedehnter Spaziergang im Wald so richtig gut.

Gerade in der jetzigen Jahreszeit hat man die Möglichkeit, mitzuerleben, wie die Natur in ihren schönsten Farben um unsere Aufmerksamkeit buhlt. Um dieses Spektakel zu erleben, bieten sich die eben genannten Pilgerwege geradezu perfekt an. Seitlich von der Lourdesgrotte ausgehend verläuft der Kapellenwanderweg, von dem man durch den Wald auf die Pilgerwege gelangt.

Bevor man diesen Spaziergang antritt, empfiehlt es sich bei der Lourdesgrotte inne zuhalten, um die stärkende Ruhe des Ortes auf sich wirken zu lassen. Einige Minuten im Gebet oder in Meditation helfen dabei, den Stress und die Sorgen des Alltages für einige Zeit zu vergessen und sich ganz der eigenen Seelenruhe zu widmen. So kann man im Anschluss den Zauber des Waldes noch besser auf sich wirken lassen.

Im Wald angekommen, kann man den Blick von der herrlichen Farbenfülle der Blätter - die der Herbst beschert - gar nicht mehr abwenden. „Diese Landschaft hat gerade zu dieser Jahreszeit eine magische Anziehungskraft, die wie Balsam für die Seele ist“, erzählt Wanderin Christiane S. Den tierischen Bewohner des Waldes möge man bitte auch mit Rücksicht begegnen und daher ein gewisses Maß an Stille einhalten.