Moos auf zwei Dächern in Klosterneuburg. Jede Menge Moos gibt es nun auf den Dächern von zwei Buswartehäuschen im Zentrum Klosterneuburgs. Sie fungieren als natürliche, pflegefreie Klimaanlage.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 24. November 2019 (03:14)
Bushaltestelle mit Moosdach am Stadtplatz.
Stadtgemeinde/SchuhE

Klosterneuburg und epamedia machen mit einem famo(o)sen Pilotprojekt das Warten auf den Bus grüner. Die e5-Gemeinde ist einer der Versuchsstandorte für die Glaswartehäuschen, die mit Moosmatten eine komplett natürliche, pflegefreie Klimaanlage auf dem Dach erhalten.

Die Stadtgemeinde, Epamedia, Österreichs erster CO2-neutraler Außenwerber, und die Moosspezialisten von Green City Live haben den schönen Herbst genutzt und auf zwei Buswartehäuschen auf dem Klosterneuburger Stadtplatz begrünte Versuchsdächer installiert. Für die Passanten unsichtbar wächst hier auf speziellen Matten Moos heran, um das Mikroklima in der Stadt zu verbessern und im nächsten Sommer auf ganz natürliche Weise für echt coole Wartezeiten zu sorgen.

Die dazu verwendete Moosmatte von Green City Live besteht aus vollständig recycelbaren Materialien. Auf der Trägermatte wächst eine Mischung aus verschiedenen europäischen Moosarten. Sie gedeihen ohne Zutun, brauchen also keinerlei Pflege, müssen nicht gegossen werden und „halten für 250 bis 300 Jahre“, wie Norbert Machek-Klein von Green City Live erklärt, der damit 2012 den Klimaschutzpreis erhielt, weiß. Die recycelten Moosmatten binden einen Großteil des Feinstaubs, etwa 35 Kilogramm pro Quadratmeter und Jahr, und wandeln 75 Prozent davon in Phytomasse um. Anorganische Materialien wie Eisen und diverse Edelmetalle werden ebenfalls gebunden und bei Regen ausgewaschen. Durch dieses Mikroökosystem vermindert sich auch der CO2-Gehalt der Luft im Bereich rund um die Wartehäuschen.

Die Stadt unterstützt als e5-Gemeinde diese innovativen Klimaschützer und hofft auf Erfolg und somit künftig noch mehr Moos für mehr Energieeffizienz.

Infos unter www.epamedia.at oder greencitylive.com.