Prävention mit Tradition. Festakt / Die Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention hat ihren Sitz seit 29 Jahren in Klosterneuburg. Hier wurde nun auch ihr 30-jähriges Bestehen gebührend gefeiert.

Von Victoria Heindl. Erstellt am 04. Juli 2014 (09:16)
NOEN, Heindl
Mit ihren Vorträgen konnten Michael Falkensteiner (l.) und Stephan Letzel (r.) den Festgästen einen Einblick in das Wirken der AAMP geben. Auch Brigitte John-Reiter (2.v.l.) und Susanne Schunder-Tatzber (2.v.r.) freuten sich über den Besuch der zwei deutschen Experten.
Etwa 2.500 ausgebildete Arbeitsmediziner, 40 Wirtschaftsmediziner und rund 250 arbeitsmedizinische Assistenten und 30 Jahre im Dienste der Menschen — das sind die stolzen Zahlen, auf die die Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention (AAMP) zurückblicken darf.

Bei einem Festakt im Marmorsaal des Stifts Klosterneuburg konnten die Präsidentin der AAMP Susanne Schunder-Tatzber und die Geschäftsführerin Brigitte John-Reiter zahlreiche Ehrengäste, Mitstreiter, Vortragende und Absolventen der Fachausbildung begrüßen.

Akademie hat viele Väter gehabt

Dass die Gründung eines Institutes, das auch im Ausland hoch angesehen ist, nicht von heute auf morgen geht, ist selbstverständlich. Geschäftsführerin John-Reiter überriss kurz die letzten 30 Jahre und es steht dabei fest: die Akademie hat viele Väter. Und vor allem eine Mutter, nämlich John-Reiter, die von Anfang an die Akademie mit viel persönlichem Engagement aufgebaut hat.

Vier Präsidenten standen bis 2011 an der Spitze des Instituts, dann übernahm die erste Frau diese Aufgabe. Mit der Medizinerin Susanne Schunder-Tatzber bildet John-Reiter seither ein Team, das mit voller Frauen-Power die Akademie in die Zukunft führen wird. Denn auch wenn die letzten 30 Jahre als Erfolgsgeschichte gesehen werden kann, gibt es immer neue Herausforderungen.

„ Bitte weitermachen, wir brauchen Sie“

Auf diese neuen Anforderungen gingen auch die zahlreichen Ehrengäste bei ihren Grußworten ein. So stellte auch Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, in seiner Rede klar, dass Arbeitsmedizin und somit gleichzeitig auch der Arbeitnehmerschutz in einer veränderten Arbeitswelt ein wesentliches Thema ist. Und für Hundstorfer steht das weitere Bestehen von AAMP außer Frage: „ Bitte weitermachen, wir brauchen Sie.“

Auch Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager und Abtprimas Bernhard Backovsky gratulierten John-Reiter und Schunder-Tatzber stellvertretend für ihr gesamtes Team. „Ich wünsche Ihnen 30 mal 30 Jahre — den Menschen wegen, denn das ist das Kostbarste, das wir haben dürfen“, so Backovsky in seinen Grußworten.