Klosterneuburg: Endlich wieder zum Wirt. Seit Freitag ist der Besuch im Gasthaus wieder erlaubt. Noch herrscht aber eine gewisse Unsicherheit bei den Gästen.

Von Victoria Heindl. Erstellt am 20. Mai 2020 (05:27)
Seit letztem Freitag kann man die Weine und Schmankerln von Heurigen-Wirt Martin Trat auch wieder direkt in den Weidlinger Weinbergen genießen. Bis Juni hat Trat an den Wochenenden wieder für seine Gäste geöffnet.
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Lange mussten die Klosterneuburger auf den Besuch in ihrem Stammlokal verzichten. Kein Bier beim Wirten, kein Glas Wein beim Heurigen. Seit letztem Freitag ist das wieder möglich.

„Ich vergleich die Situation mit einer schweren Herzoperation. Seit Freitag sind wir aus dem Aufwachraum raus.“Manuel Hammer, Gastwirt

Aber auch wenn gerade Stammgäste gleich das erste Wochenende nutzten, um in ihr Lieblingslokal zu gehen, herrscht doch noch etwas Verunsicherung vor. Was darf, was darf man nicht? Sowohl Wirte als auch Gäste haben sich noch nicht ganz an die neuen Regeln gewöhnt.

„Ich vergleich die Situation mit einer schweren Herzoperation. Seit Freitag sind wir aus dem Aufwachraum raus“, fasst Manuel Hammer, Inhaber der „Gastwirtschaft zum Ockermüller“ und des „Café im Amthaus“ in Kritzendorf, die letzten Monate und Wochen zusammen. Seit letztem Freitag hat auch er seine beiden Lokale wieder geöffnet. „Es war schön, dass der engste Stammkreis gekommen ist, um Hallo zu sagen und natürlich auch wieder ein bisschen zu tratschen“, freut sich Hammer über die Gäste, die in den ersten Tagen zu ihrem Wirt gekommen sind.

Allerdings war für Hammer eine große Verunsicherung unter seinen Gästen zu spüren. „Die Gäste wissen nicht genau, wann sie jetzt die Masken tragen müssen und wann nicht“, erklärt Hammer. Aber auch wenn die ersten Tage mit einer gewissen Unsicherheit abliefen, sieht Hammer positiv in die Zukunft: „Es ist der richtige Weg, und ich bin optimistisch, dass sich das alles von Woche zu Woche besser einpendeln wird.“

Unsicherheit bei Maskenpflicht

Eine positive Bilanz des ersten Wochenendes zieht auch Heurigen-Wirt Martin Trat. Gerade den Samstag und Sonntag nutzten viele Klosterneuburger, um das schöne Wetter mit einem Glas Wein zu feiern. Auch wenn Trat mit dem Geschäft sehr zufrieden ist, sieht auch er noch einige Probleme, die in Zukunft besser geklärt werden müssen.

„Einige Gäste verstehen nicht, warum sie sich zu Hause zu zehnt treffen dürfen, beim Heurigen aber nur zu viert an einem Tisch sitzen dürfen“, kann Trat die Verunsicherung und auch teilweise Verständnislosigkeit seiner Gäste nachvollziehen.

Ein weiterer Punkt, der für Trat noch eine Überarbeitung beziehungsweise eine Änderung braucht, ist die Maskenpflicht für Kellner. Vor allem in den heißen Sommermonaten könnte die Maskenpflicht für Kellner unangenehm werden und zu Problemen führen. Trat wünscht sich in diesem Punkt eine Lösung, mit der seine Mitarbeiter problemlos für seine Gäste da sein können.

Ein Besuch als Unterstützung

Auch wenn es derzeit noch gewisse Unsicherheiten bei Gästen und Wirten gibt, sind sich beide Klosterneuburger Gastgeber bei einem einig: Es war sehr schön, wieder einmal die Stammgäste im Lokal begrüßen zu können. Und sie hoffen, dass noch viele Klosterneuburger mehr ihren Wirt mit einem Besuch unterstützen.

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