Langersehnte Wiedereröffnung in Klosterneuburg. Nach mehreren Wochen dürfen Friseure seit 2. Mai ihre Kunden wieder betreuen.

Von Julia Koller. Erstellt am 06. Mai 2020 (04:23)
Kurt Trella kann in seinem Einmannbetrieb alle Corona-Richtlinien einhalten und hat einen vollen Terminkalender für die nächsten Wochen.
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Die Telefone glühen nicht nur bei der Corona-Hotline – auch bei den heimischen Friseuren stehen sie nicht mehr still. Denn seit Mai dürfen die Salons wieder öffnen, tausende Frauen und Männer wollen einen Termin fürs Haareschneiden oder -färben.

So auch beim „Haarschneider“ Kurt Trella in Weidling. „Man tut, was man kann, so bin ich bereits eine Woche im Voraus ausgebucht, aber wir sind ja auch sieben Wochen im Rückstand“, meint der ambitionierte Friseur aus Weidling. Am vergangenen Samstag hatte er den ersten Tag seit der Corona-Schließung seinen Salon wieder geöffnet und gleich volles Haus.

„Man tut, was man kann, so bin ich bereits eine Woche im Voraus ausgebucht, aber wir sind ja auch sieben Wochen im Rückstand“

In seinem Salon gibt es generell nur drei Frisierplätze, aber im Salon selbst befinden sich meist nur Trella und seine jeweiligen Kunden. Er arbeitet sozusagen einen nach dem anderen ab – so ist für ihn das Thema Mindestabstand und gedeckelte Kundenanzahl im Laden kein wirkliches Thema. Denn der verpflichtende Abstand von einem Meter gilt nicht zwischen dem Kunden und dem Friseur.

Die Mund-Nasen-Schutzmasken stören den Figaro nicht bei seinem Handwerk. „Lediglich die Masken, die hinter dem Kopf gebunden werden, sind beim Haareschneiden störend“, meint Trella.

In Bezug auf den Verdienstausfall meint Trella: „Ich hab Glück, da ich keine Angestellten habe und nur für mich aufkommen muss.“ Die Miete seines Salons musste Trella im Monat April nicht zahlen, und auch mit Hilfe vom Härtefallfonds konnte er die Krise überdauern. Für Trella ist wichtig, dass man trotz aller Krisen das liebt, was man tut. „Wenn du etwas schaffst und das Ergebnis davon siehst – das macht glücklich und zufrieden“, so der Haarschneider Kurt Trella abschließend.

Auf Kaffee & Co. muss noch verzichtet werden

Die besonderen Regeln beim künftigen Friseurbesuch sind: Die Kunden müssen Gesichtsmasken tragen, beim Eintreten die Hände waschen oder desinfizieren und Abstand halten. Die Friseure müssen bei Schönheitspflege wie Wimpernfärben, Augenbrauenzupfen, Rasieren und Bartpflege Plexiglas-Gesichtsschilder haben. Es werden keine Zeitungen oder Getränke ausgegeben.