Klosterneuburg: Heftiges Echo nach Wimmer-Interview

Erstellt am 03. August 2022 | 05:14
Lesezeit: 3 Min
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Sorgt für heftige Diskussionen: Fraktionschef der Klosterneuburger Grünen Sepp Wimmer.
Foto: Christian Dusek
Schon das erste NÖN-Sommergespräch sorgt für Wirbel. Die Thesen über die Hintergründe des Ukrainekriegs vom Fraktionschef der Grünen Sepp Wimmer regen auf.
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Die NÖN-Sommergespräche 2022 sind natürlich von den Ereignissen in der Ukraine geprägt. Der Startschuss der Interviewserie fiel in der Vorwoche mit dem Fraktionschef der Klosterneuburger Grünen Sepp Wimmer.

Seine doch sehr unerwarteten Ansichten als Politologe, zu den Ursachen und Hintergründen dieser militärischen Auseinandersetzung (siehe Link unten), lösten heftige Reaktionen aus.

Mehrere Tageszeitungen reagierten nach der Veröffentlichung des Wimmer-Interviews mit Artikeln über das Thema.

Der ZiB2-Moderator Armin Wolf twitterte: „Interessant: Die Argumentation von der FPÖ, der Politiker von den Grünen“ und stellte gleich das gesamte Interview ins Netz. Damit wurde eine breite Diskussion in den Sozialen Medien eröffnet.

„Es handelt sich um eine Einzelmeinung, wir vertreten eine entschieden andere Position.“ Grüne Bundespartei Ausendung zum Wimmer-Interview

Auch die Volkspartei Klosterneuburg meldete sich zu Wort. Stadträtin Verena Pöschl: „Die Meinung des Politologen und Grünpolitikers Wimmer richtet sich selbst. Er wäre vielleicht besser beraten, sich seiner Verantwortung als Lokalpolitiker zu stellen. Wir stehen sehr wohl dazu, jeder Form der Unterdrückung der Freiheit entschieden entgegenzutreten. Wir sind uns unseres Handlungsspielraums auf kommunaler Ebene bewusst und werden im Rahmen unserer Kompetenzen verantwortungsvoll agieren.“

„Genau diese notwendige öffentliche Diskussion war das Ziel und ich freu mich, dass die Menschen so rege an dieser wichtigen Diskussion teilnehmen,“ so der Grüne Stadtrat Sepp Wimmer.

Dass Wimmer mit seinen Thesen über die Entstehung des Krieges in der Ukraine nicht die Parteilinie der Grünen fährt, wird ihm wohl klar gewesen sein. Die Grüne Bundespartei reagierte auch und bat das folgende Statement in der Klosterneuburger NÖN zu veröffentlichen: „Diese Aussagen sind irreführend, zum Teil faktenwidrig und nehmen das Leid, das der ukrainischen Bevölkerung im völkerrechtswidrigen Angriffskrieg angetan wird, nicht ernst. Es handelt sich um eine Einzelmeinung, wir vertreten eine entschieden andere Position.“

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