Klosterneuburg – Wien, nächster Halt: Maskenpflicht

Erstellt am 08. Juni 2022 | 04:58
Lesezeit: 4 Min
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Ein stetiger Begleiter für Pendlerinnen und Pendler auf dem Weg nach Wien: die FFP2-Maske – anders als in NÖ, ist sie in der Bundeshauptstadt nämlich verpflichtend.
Foto: Symbolfoto:shutterstock/1take1shot
Im benachbarten Wien muss in Öffis eine FFP2-Maske getragen werden. ÖBB weist darauf mit Durchsagen hin.
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Mittwoch-Morgenverkehr am Bahnhof Klosterneuburg-Kierling: Es ist der 1. Juni, mit Mitternacht ist die Maskenpflicht gefallen. Einige tragen den Mundschutz trotzdem, viele verzichten. Zumindest bis zur Stadtgrenze – in Wien ist FFP2 nämlich wieder ein Muss.

Auf Höhe Weidling ohne Maske, wenige Meter mit

„Bitte beachten Sie, dass in Wien in allen öffentlichen Verkehrsmitteln das Tragen eines gesetzlich vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutzes verpflichtend ist“, verkündet Chris Lohner und bittet Reisende, innerhalb des Stadtgebiets eine Maske aufzusetzen.

In der Praxis schaut das so aus: Im gleichen Zug mit den gleichen Sitznachbarinnen und Sitznachbarn gilt auf Höhe Klosterneuburg-Weidling keine Maskenpflicht, wenige Meter später in Nußdorf schon.

Die Pendlerinnen und Pendler nehmen’s großteils gelassen – wenn auch mit ein wenig Kopfschütteln oder Schmunzeln. Eine häufig gestellte Frage der verwunderten Fahrgäste: Wo ist denn jetzt eigentlich die Stadtgrenze? Beim schnellen Vorbeifahren kann diese nämlich leicht übersehen werden.

ÖBB-Sprecher Christopher Seif erklärt: „Auf der Franz-Josefs-Bahn Tulln – Wien FJBF befindet sich die Landesgrenze Niederösterreich / Wien zwischen den Stationen Klosterneuburg-Weidling und Wien Nußdorf.“ Spätestens hier müssen Pendlerinnen und Pendler also ihre Maske tragen.

Seif: Hinweis reicht im Regelfall

Verweigern Fahrgäste das, kann es teuer für sie werden: Die Strafe beläuft sich auf 40 Euro. Im Regelfall kommt es aber gar nicht so weit, weiß Seif: „Wenn jemand die Maske nicht ordnungsgemäß trägt, reicht normalerweise ein kurzer Hinweis unserer Kolleginnen und Kollegen aus und die Maske wird ordnungsgemäß aufgesetzt. Sollte jemand seine Maske vergessen haben, haben die ÖBB-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter üblicherweise auch FFP2-Masken dabei.“

Wenn es tatsächlich dazu kommt, dass Fahrgäste nicht kooperieren, „sind wir gezwungen, eine Strafe von 40 Euro einzufordern.“ Im Durchschnitt werden österreichweit täglich acht bis zehn Strafen in ÖBB-Zügen verteilt – heuer waren es (bis zum Stichtag am 1. Mai) rund 880 Strafen.

In letzter Konsequenz sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch befugt, Personen von der Beförderung auszuschließen. Seif: „Das bedeutet, dass die Person den Zug oder Bus verlassen muss – wenn nötig auch unter Einbeziehung der Exekutive. Wir greifen ungern zu derart drastischen Mitteln, sind aber der Mehrheit unserer Fahrgäste verpflichtet, die in Sicherheit und Ruhe mit den ÖBB ans Ziel kommen will.“

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