Breitbandausbau: Digital durch drei Täler. Breitbandausbau ist in Klosterneuburg bereits weit vorangeschritten.

Von Victoria Heindl. Erstellt am 19. August 2020 (04:15)
Homeoffice und Homeschooling haben das Internet in den letzten Monaten auf die Probe gestellt. In Klosterneuburg gab es dank großflächigem Breitbandausbau keine Probleme.
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Die Zeit des Lockdowns hat gezeigt, wie wichtig schnelles Internet mit mehr Kapazität ist. Homeoffice, Homeschooling und der ein oder andere heruntergeladene Film haben das Internet mancherorts an seine Grenzen gebracht. Seit einigen Jahren investiert der Bund in den Ausbau des Breitbandnetzes – auch in Klosterneuburg und dem Bezirk Tulln schreitet dieser Ausbau kontinuierlich voran.

Im Alltag fällt es einem wahrscheinlich nur auf, wenn man sieht, dass irgendwo die Straße aufgegraben wird. WLAN, Streamingdienst oder unterwegs mobile Daten senden und empfangen – damit das einwandfrei funktioniert, werden immer mehr Datenmengen hin- und hergeschickt. Damit dies in Zukunft überall einwandfrei funktioniert, hat die Regierung die flächendeckende Versorgung mit festen und mobilen Gigabit-Anschlüssen bis ins Jahr 2030 sogar in ihrem Programm verankert.

Dies lässt sich der Staat einiges kosten und hat ein umfassendes Förderprogramm erstellt. Insgesamt sind dabei 802 Millionen Euro an über 1.260 Gemeinden in ganz Österreich geflossen. „Mit der ersten Phase der Breitbandförderung konnten wir wichtige Investitionen in die Breitbandinfrastruktur vor allem im ländlichen Bereich anstoßen“, berichtet Ministerin Elisabeth Köstinger. Der Bezirk Tulln durfte sich dabei über Fördergelder von insgesamt mehr als 5,3 Millionen freuen. An Klosterneuburg gingen davon knapp 80.000 Euro – allerdings ist der Breitbandausbau in der Babenbergerstadt und den sechs Katastralgemeinden bereits sehr weit vorangeschritten.

„Nachdem Weidlingbach 2015 an das Glasfasernetz von A1 angeschlossen wurde, ist Scheiblingstein seit Februar 2016 versorgt“, heißt es dazu aus der Stadtgemeinde.

Stetige Evaluierung

Und weiters: „2018 gab es einen Schwerpunkt mit Breitbandausbau mit kabelplus in der Oberen Stadt. Rund 300 Haushalte erhielten Zugang zu schnellem Breitbandinternet mit Datenübertragungsraten von bis zu 300 Mbit/s.“ Letztes Jahr wurde dann noch das Donautal digital aufgeschlossen.

Daher seien derzeit keine konkreten Projekte geplant. „Die Stadt Klosterneuburg hat jedoch selbstverständlich stets ein Auge darauf, dass Internetversorgung flächendeckend gegeben ist“, versichert die Stadtgemeinde. Ausbauprojekte erfolgen immer gemeinsam mit dem jeweiligen Anbieter. Es gibt einen engen Kontakt zwischen Stadtgemeinde und Anbieter. „Die jeweils Ausbauenden haben sich immer kooperativ gezeigt, also werden die Ziele stets mit der Stadt abgestimmt und einvernehmlich umgesetzt.“

Belastungsprobe: Coronakrise

Dass das Internet in Klosterneuburg und seinen Katastralgemeinden bereits gut funktioniert, haben die letzten Monate gezeigt. „Vor allem in der

Coronakrise hat sich die Bedeutung dieses Mediums für Stadt und Bürger erwiesen“, bestätigt die Stadtgemeinde. Aber auch wenn der Breitbandanschluss unser Leben erleichtern soll – manchmal ist es schön, einfach offline zu sein.

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