Sommer im Durchschnitt drei Grad wärmer. Zentralanstalt misst heißesten Sommer in Geschichte. 885 Sonnenstunden, die Mitteltemperatur lag bei 22,9 Grad Celsius.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 06. September 2019 (03:35)
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Symbolbild

Bei 38,5 Grad Celsius liegt der Hitzerekord, gemessen von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, am 8. August 2013. Den Spitzenwert konnten die Hitzewellen 2019 nicht knacken. Dennoch geht der Sommer in die Geschichte ein: als wärmster seit dem Messbeginn.

„Die Mitteltemperatur über Tag und Nacht lag in diesem Sommer bei 22,9 Grad Celsius und somit drei Grad über dem vieljährigen Durchschnitt“, erklärt ZAMG-Sprecher Thomas Wostal.

In Klosterneuburg hat die Zentralanstalt keine Wetterstation, die Temperaturen der nahegelegenen Hohen Warte sind vergleichbar mit jenen der Babenbergerstadt. Döbling widersetzt sich dem Österreich-Trend: In der bundesweiten Auswertung war 2019 der zweitwärmste Sommer der 253-jährigen Messgeschichte. Auf der Hohen Warte werden die Daten seit 1872 gesammelt – hier wurde ein durchschnittlicher Wärme-Höchstwert aufgestellt.

Ebenfalls rekordverdächtig: die Sonnenstunden. 885 Stunden lang konnten Sommerkinder in den heißen Strahlen brutzeln – die Sonne zeigte sich heuer um 18 Prozent länger als in einem durchschnittlichen Sommer.

Aber auch mit tatkräftigem Einsatz von oben konnte der Hitzerekord (38,5 Grad Celsius) nicht überboten werden. Der Sommer 2019 war aber knapp dran: Mit 37 Grad Celsius registrierte die ZAMG am 1. Juli den heißesten Tag dieses Sommers.