Waldbrand fordert sechs Verletzte. Ein Hektar Jungwald stand in Scheiblingstein in Vollbrand. 123 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 27. Juni 2018 (05:11)
Am Tag nach dem Brand offenbarte sich erst der große Schaden, der durch die Flammen entstanden ist. Die Freiwilligen Feuerwehren verhinderten Schlimmeres.
NOEN, FF-Klosterneuburg

Die Stimmung beim Feuerwehrfest in Kritzendorf war Samstag-Abend gerade richtig in Schwung gekommen, als es hieß „Waldbrand in Scheiblingstein“. Sofort rückten die Feuerwehrmitglieder aus und fuhren zum betroffenen Ort. Dort angekommen, versammelten sich auch schon die Kollegen aus allen Feuerwehren der Stadt und das Rote Kreuz Klosterneuburgs.

Ein ganzer Hektar stand unweit des Landgasthofes bereits in Flammen, als die Feuerwehren eintrafen. Das Einsatzkommando alarmierte noch zusätzliche Feuerwehren nach, nämlich jene aus Kirchbach und Hintersdorf.

Einsatzkräfte kämpften mit Rauchentwicklung

Die Feuerwehren teilten sich in zwei Einsatzabschnitte, um das Feuer von mehreren Seiten besser eindämmen zu können, die Polizei sperrte derweil die Exelbergstraße. „Wir mussten Zubringerleitungen legen“, erklärt Benjamin Löbl, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Klosterneuburg. Für zusätzliche Wasserversorgung sorgte ein Wechselladerfahrzeug der Feuerwehr Klosterneuburg mit einem Tank von 8.000 Litern. Ebenso wurde von der Feuerwehr Kierling mit dem Atemluftfahrzeug ein Atemschutzsammelplatz unweit der Einsatzstelle eingerichtet.

Insgesamt kämpften 123 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr mit 27 Feuerwehrfahrzeugen aus sechs Feuerwehren drei Stunden lang, um das Feuer einzudämmen. Dies lief nicht ganz ohne Verletzungen ab. „Die enorme Rauchentwicklung im Wald und das schwierige Gelände forderten mehrere Verletzte“, sagt Löbl. Das Rote Kreuz sorgte sich um die verletzten Feuerwehrmitglieder. „Sechs Patienten wurden mit Rettungswägen und Notarzt-Begleitung ins Krankenhaus transportiert“, erklärt Thomas Wordie vom Roten Kreuz. Um 21.30 Uhr konnte schließlich vom Einsatzleiter „Brand aus“ gegeben werden.

Zweiter Brand in Ödbergsiedlung

„Einmal mehr zeigte sich die professionelle Zusammenarbeit zwischen Rotem Kreuz, Feuerwehr und der Polizei“, bedankt sich Löbl für den Einsatz bei allen Einsatzkräften.

Doch dies war nicht der einzige Brandeinsatz, den die Feuerwehren diese Woche zu absolvieren hatten. Bereits am Donnerstag wurde die Freiwillige Feuerwehr Weidling zu einem „Flurbrand“ in die Ödbergsiedlung gerufen.

Am Ödberg fing auch ein Holzstapel Feuer. Die Polizei ermittelt noch wegen der möglichen Ursache.
NOEN, FF-Weidling

Die Feuerwehr stellte vor Ort einen brennenden Holzstapel fest und legte eine Hochdrucklöschleitung aus. Um ein Wiederaufflackern der Flammen zu verhindern, wurde der Stapel auseinandergezogen, damit auch die letzten Glutnester abgelöscht werden. Nach 45 Minuten war der Einsatz beendet, die Polizei nahm aber Ermittlungen wegen der Brandursache auf. Als Brandherd wird ein einzelner Holzscheit vermutet, der genaue Hergang wird derzeit noch untersucht.