Weißer Hof soll 2026 aus Klosterneuburg absiedeln. Das Rehabilitationszentrum Weißer Hof der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) soll nur noch bis 2026 in Klosterneuburg (Bezirk Tulln) bleiben.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 14. Januar 2020 (13:41)
Verlegung des Rehabzentrums Weißer Hof nach Meidling geplant
NÖN

Wie Ex-Gesundheitsministerin Brigitte Zarfl in der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage mitteilte, soll der Standort danach in das UKH Wien-Meidling übersiedeln. Kritik an den Plänen kam am Dienstag von FPÖ-Bundesparteichef Norbert Hofer.

Zarfl stützte sich bei der Antwort auf die Anfrage des Nationalratsabgeordneten Rudolf Silvan (SPÖ) auf Informationen der AUVA, wie auch der "Kurier" berichtete. Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt teilte mit, dass bis zur Übersiedlung in die Bundeshauptstadt der Betrieb am Standort in Klosterneuburg zur vollsten Zufriedenheit der Patienten weitergeführt werden solle. Über die Nutzung des Weißen Hofes über 2026 hinaus gebe es laufend Gespräche, darunter auch mit dem Land Niederösterreich.

Hofer forderte via Aussendung von der Bundesregierung und von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) eine Standortgarantie. Nur einen Tag nach der Inszenierung der Bundesregierung im Rahmen des Besuchs eines Pflegeheimes und der Präsentation von Überschriften sei jetzt der Weiße Hof offenbar auf der Abschussliste, befand der Dritte Nationalratspräsident. "Das zeigt, dass es Schwarz-Grün nicht um konkrete Maßnahmen für die Menschen geht, sondern nur um die mediale Show", postulierte der FPÖ-Chef.

Der Weiße Hof vor den Toren Wiens wurde vor allem durch seine Arbeit mit Querschnittsgelähmten und Trauma-Patienten bekannt. Im Unfallkrankenhaus Wien-Meidling betreibt die AUVA ebenfalls ein Rehabilitationszentrum.