Lockdown im Reitstall in Weidling. Die Schutzmaßnahmen sind auch für das Ausreiten klar definiert. Aber für den Reitunterricht gelten schärfere Regeln. Gestütsleiterin Engelke: „Ist nicht nachvollziehbar.“

Von Thomas Török. Erstellt am 27. Februar 2021 (03:57)
Auch die Islandpferde am Gestüt Babenberg in Weidling müssen sich wegen Corona mit der „neuen Realität“ abfinden. Die Reitschule muss sich mit strengen Vorgaben arrangieren.
Török

Seit Mitte November hat die Reitschule des Islandpferdegestüts Babenberg in Weidling geschlossen. Wegen der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen wäre nur Einzelunterricht im Freien gestattet. Doch dieser gestaltet sich im Winter eher schwierig.

„Dass für die Reitschule und für Pferdebesitzer nicht die gleichen Regeln gelten, ist nicht ganz nachvollziehbar“, so die Leiterin des Gestüts, Eva Maria Engelke. „Wenn ich ein eigenes Pferd habe, dann dürfen fünf andere Besitzer ebenfalls auf ihren Tieren am Hof sein und ihnen Bewegung ermöglichen. Aber der Reitunterricht ist nur für einzelne Teilnehmer gestattet? Wo ist hier die Logik?“, fragt sich Engelke.

Für die Reitschule ist diese Regelung ein Schlag. Wichtige Einnahmen, die schlussendlich auch den Tieren zugutekämen, fallen weg. Engelke versteht nicht, wieso das Ansteckungsrisiko beim Reiten höher wäre als bei anderen Sportarten, für die mildere Regelungen gelten. „Am Eislaufplatz tummeln sich hunderte Menschen - es laufen zig Leute auf ihren Schlittschuhen nebeneinander her. Alles mit dem Segen der Behörden. Aber beim Reitsport ist es anscheinend so viel riskanter, sich anzustecken, dass es viel schärfere Bestimmungen braucht“, so Engelkes Einwand.