Eine Tafel gegen das Vergessen in Klosterneuburg. Das Denkmal erinnert an die Synagoge an der Ecke Medekgasse.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 10. September 2020 (03:14)
Kulturstadträtin Verena Pöschl, Stadtrat Sepp Wimmer (l.) und Stadtamtsdirektor Michael Duscher (r.) nahmen den frisch sanierten Gedenkstein für die Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde Tulln-Klosterneuburg, welche sich in der Medekstraße befand, in Augenschein.
Stadtgemeinde/Zibuschka

Am 8. November 2002 wurde, im Beisein der damaligen Stadträtin Martina Enzmann (Grüne) und des Langzeitbürgermeisters Gottfried Schuh (ÖVP), die Gedenktafel bei der ehemaligen Synagoge zum ersten Mal enthüllt. Der Gedenkstein dient zur Erinnerung der Wichtigkeit des „Nichtvergessens“ einer schwierigen Vergangenheit. Nun wurde die Tafel von der Stadtgemeinde restauriert, denn das Nichtvergessen der Vergangenheit bleibt immer aktuell.

Kulturstadträtin Verena Pöschl (ÖVP) betont die Wichtigkeit: „Der Gedenkstein zur Erinnerung an das jüdische Leben in dieser Stadt und die grausame Tatsache des Holocausts geben der Wichtigkeit des Erhaltens noch einmal eine neue Dimension. Er ist Gegenstand in unserem Alltag, damit wir lernen können, mit der notwendigen Sensibilität unseren Mitmenschen zu begegnen.“ Und Stadtrat Sepp Wimmer (Grüne) unterstreicht: „Denkmäler wie dieser Erinnerungsstein sind es wert, immer wieder enthüllt zu werden, denn das zeigt auch unsere Zeit: Viel zu vieles von notwendigen Erinnerungen wird doch auch immer wieder zu rasch vergessen.“