Nach Herzstillstand: Rettungskette funktioniert perfekt. Frau nach Herzstillstand am Weg der Besserung. Die First Responder des RK Klosterneuburg waren in zwei Minuten bei Einsatz.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 11. Oktober 2018 (02:08)
APA (Archiv/Gindl)
Symbolbild

Am Weg zwischen Lourdesgrotte und Waldhof brach eine Frau am Samstag plötzlich zusammen – Herzstillstand. Doch es ging glimpflich aus: „Die Rettungskette hat perfekt funktioniert“, lobt Rotkreuz-Bezirksstellenleiter Thomas Wordie.

Der Begleiter begann sofort mit der Reanimation. Gleichzeitig wurden zwei First Responder des RK Klosterneuburg, die zufällig mit dem Auto vorbei fuhren, zum Einsatz gerufen. Wordie: „Sie waren in zwei Minuten vor Ort, Rettung und Notarzt in fünf.“ Während der Defibrillator das Herz der Dame wieder zum Schlagen brachte, landete bereits der Christophorus. „In rund 30 Minuten war die Patientin im Landesklinikum St. Pölten“, schildert der RK-Chef.

Mit einer App zum Lebensretter werden

Ein Atem-Kreislauf-Stillstand ist ein Wettlauf gegen die Zeit – in diesem Fall mit Happy End. „Jeder kann zum Lebensretter werden“, so Wordie. Er rät allen Ersthelfern zum Download der Team Österreich-Lebensretter-App.

Einem RK-Page ähnlich, alarmiert die App bei Herzstillstand die nächsten drei User, die maximal 400 Meter entfernt sind, und lotst sie mit einem Navigations-Plan zum Einsatzort. „Das soll die Eintreffzeit der Rettung überbrücken, damit so schnell wie möglich Erste Hilfe geleistet werden kann“, erklärt Wordie. Voraussetzung ist, dass der letzte Erste-Hilfe-Kurs nicht älter als zwei Jahre sein darf.