Startschuss für B14-Sanierung in Klosterneuburg ist fix. Baustart ist nun fix. Zweieinhalb Jahre müssen die Klosterneuburger nun mit Verkehrsbehinderungen leben.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 19. November 2020 (03:46)
Nun ist es so weit: Die Sanierung der Heiligenstädter Hangbrücke wird in Angriff genommen. Verkehrstechnisch starten die Behinderungen aber erst im Jänner 2021.
Stgm/SchuhE

Nach etlichen Verschiebungen gab die Stadt Wien letzte Woche den Baubeginn der Gesamtinstandsetzung der Heiligenstädter Hangbrücke mit Ende November bekannt. Jene Baumaßnahmen, die den Verkehr beeinträchtigen, werden ab Jänner 2021 starten. Dann greifen auch die begleitenden Maßnahmen beim öffentlichen Verkehr, welche von der Stadtgemeinde Klosterneuburg gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Ost-Region ausgearbeitet wurden.

Für die Entlastung Klosterneuburgs werden einerseits Busspuren geschaffen, andererseits wird der VOR (Verkehrsverbund Ost-Region) in enger Abstimmung mit der Stadt Klosterneuburg die Fahrpläne der betroffenen Buslinien verdichten, insbesondere wird eine Bus-Anbindung jeder S-Bahn erreicht. Es konnte auch die Öffnung der Kuchelauer Hafenstraße zu den Spitzenzeiten mit der Stadt Wien vereinbart werden. Die Bauzeit wird mit 2,5 Jahren veranschlagt.

„Dank intensiver Verhandlungen mit der Stadt Wien konnte das Maximum an begleitenden Maßnahmen erreicht werden.“ Stefan Schmuckenschlager, Bürgermeister

„Die Sanierung der B14 stellt eine sehr große Herausforderung für alle Verkehrsteilnehmer dar. Dank intensiver Verhandlungen mit der Stadt Wien, insbesondere der Abteilung für Brückenbau, und dem Verkehrsverbund Ost-Region konnte das Maximum an begleitenden Maßnahmen erreicht werden“, hofft Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager auf einen reibungslosen Baustellenverlauf. Verkehrsstadtrat Johannes Kehrer begleitet das Projekt bereits seit Jahren intensiv: „Die konsequente Verdichtung und Abstimmung der Busse auf den Viertelstundentakt der Bahn sowie die Öffnung der Kuchelauer Hafenstraße zur Entlastung der B14 stellen bestmögliche Lösungen für alle Verkehrsträger dar. Dem Autoverkehr können weiterhin zwei durchgängige Spuren pro Richtung zur Verfügung gestellt werden.“ Dank der Bemühungen aller Beteiligten gäbe es bei diesem Großprojekt eine Gemeindegrenzen übergreifende Zusammenarbeit von hoher fachlicher Qualität. Kehrer: „Ich bin zuversichtlich, dass wir die Sanierung gemeinsam gut über die Bühne bringen und vielleicht noch auftauchende Schwierigkeiten in enger Abstimmung bewältigen können.“

Änderungen bei den Busfahrplänen

Im Baustellenbereich fällt während der Sanierung der Heiligenstädter Hangbrücke je eine Fahrspur pro Richtung weg. Auch die Regionalbusse des VOR werden von etwaigen Staus betroffen sein. Damit wenig Nachteile für die Fahrgäste entstehen, werden einerseits Busspuren vor dem Baustellenbereich geschaffen, andererseits rückt der Bahnverkehr in dieser Phase noch mehr in den Vordergrund.

Konkret hat der VOR in enger Abstimmung mit der Stadt die Fahrpläne der betroffenen Buslinien adaptiert. Dabei werden die Buslinien 401, 402 und 403 im Klosterneuburger Abschnitt verdichtet, insbesondere wird eine Bus-Anbindung jeder S-Bahn in Klosterneuburg-Weidling und Klosterneuburg-Kierling erreicht. Die S40 wird ab Dezember in der Hauptverkehrszeit vier Mal pro Stunde bis St. Andrä-Wördern geführt und eignet sich damit ideal als Alternative zum Pkw.

Die günstigen Verbund- Tickets zwischen Klosterneuburg und Wien bleiben von den Maßnahmen unberührt – so kostet eine Jahreskarte für die Verbindung Klosterneuburg-Wien inkl. Kernzone weiterhin nur 626 Euro.