Anlegestelle in Klosterneuburg wird umgesetzt. Zu dieser Seemanns-Begrüßung könnte es mittelfristig auch in Klosterneuburg kommen. 2021 wird für eine Anlegestelle der Stadt zumindest einmal ein Betreiber gesucht.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 11. November 2020 (04:13)
Viele Schiffanlegestellen säumen das Ufer der Donau. In Klosterneuburg gibt es keine. Das könnte sich mittelfristig ändern.
viadonau/Zinner

Wien hat eine, und Korneuburg hat eine. In Klosterneuburg kann noch kein Passagierschiff anlegen. Lang gibt es schon das Gerücht, Klosterneuburg bekäme eine eigene Schiffanlegestelle. Jetzt dürfte das Ansinnen konkret vor einer Umsetzung stehen. 2021 soll laut der „viadonau“ ein Betreiber gesucht werden.

„Mittelfristig ist eine neue Schiffsanlegestelle im Raum Klosterneuburg angedacht, eine entsprechende Abstimmung mit den Kurien der DHK (Donauhochwasserschutz-Konkurrenz) ist bereits erfolgt“, so Pressesprecher Christoph Caspar von der „viadonau“. Auch mit der Stadt Klosterneuburg soll es bereits „positive Koordinierungen“ gegeben haben, um neben den bereits vorhandenen Anlegestellen in Wien und Korneuburg eine weitere „Lände“ zu schaffen.

„Eine Schiffsanlegestelle ist in jedem Fall von Vorteil für die Stadtgemeinde.“ Stefan Schmuckenschlager, Bürgermeister

Aber auch da dürfte die Coronapandemie zumindest ein Aufschieben der Pläne verursacht haben. „Durch den pandemie-bedingten Rückgang an Passagierschiff-Tourismus und den daher derzeit geringeren Bedarf an entsprechenden Passagierschiff-Länden ist eine Betreibersuche nun für das Jahr 2021 geplant“, so der noch etwas vage letzte Stand der Pläne. Weitere Details zur Planungen würden laut „viadonau“-Pressestelle derzeit noch nicht zur Verfügung stehen.

„Eine Schiffsanlegestelle ist in jedem Fall von Vorteil für die Gemeinde“, steht Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager dem Projekt positiv gegenüber. Für alle, die entlang Europas Wasserwegen reisen, würde sich die Möglichkeit bieten, auch in Klosterneuburg Halt zu machen. Mit dem Stift Klosterneuburg hätte die Stadt auch ein Top-Ausflugsziel, und dadurch würden die Besucher den Handel stützen. Ebenso sollte man in die Zukunft gedacht auch Mobilitätsangebote am Wasserweg ins Kalkül ziehen. „Ein Fährendienst zwischen Wien und den niederösterreichischen Städten an der Donau hätte viel Charme. Dazu wäre ebenso diese notwendige Infrastruktur die Grundvoraussetzung“, so Schmuckenschlager.

Eine Lände für diese Bedarfe müsse entlang der sogenannten Schifffahrtsrinne liegen. Nur dort wäre die Tiefe der Donau ausreichend für die Flussschifffahrt. Schmuckenschlager: „Diese Rinne wechselt auf Höhe der Einmündung des Durchstichs in die Donau in Fließrichtung vom Korneuburger Ufer auf unsere Seite. Dementsprechend könnte die Anlegestelle etwa vis-à-vis des Donaubüroparks errichtet werden.“

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