Großer Ansturm auf Reisepässe in Klosterneuburg. Dank Corona wird auch der Reisepass-Antrag zum Geduldsspiel. Termine bei der BH sind bis Mitte Juli ausgebucht.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 16. Juni 2021 (04:34)
Symbolbild Reisepass Passport
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Jeder sechste Reisepass ist im Vorjahr abgelaufen. Corona-bedingt haben viele die Verlängerung des Dokuments aufgeschoben – und so kommt es heuer zu Wartezeiten. Der Ansturm auf die Bezirkshauptmannschaft ist groß: „Alle möglichen Termine im Bürgerbüro sind bereits bis Mitte Juli vergeben“, schildert Bezirkshauptmann Andreas Riemer.
Je nach freien Ressourcen – wenn also etwa ein gebuchter Termin ausfällt – besteht die Möglichkeit, ohne Termin einen Reisepass zu beantragen. Aber Achtung: „Aufgrund der Auslastung ist mit sehr langen Wartezeiten zu rechnen“, weiß der Bezirkshauptmann.

Unterschiede zwischen der BH Tulln und ihrer Außenstelle in Klosterneuburg gibt es beim Andrang nicht. Riemer: „Es wurden wegen der Pandemie verständlicherweise nicht alle im Jahr 2020 abgelaufenen Reisepässe im Vorjahr verlängert. Aufgrund der Lockerungen der Maßnahmen und der Möglichkeiten, wieder Urlaubsreisen anzutreten, ist die Reisepassausstellung nunmehr sehr dringend, und die Anfragen sind entsprechend enorm.“ Dazu kommt, dass beispielsweise die Wiener Passbehörde ebenso ausgebucht ist – viele Wiener versuchen ihr Glück also in den Umland-BHs, was den Termindruck in NÖ wiederum erhöht.

Für die Antragstellung bleibt weiterhin ein Termin notwendig – den bekommen Reisende derzeit wegen des Ansturms nicht unverzüglich. Ist die Verlängerung einmal angefordert, geht es flott: „Die Zeit zwischen der Antragstellung bis zum Erhalt des neuen Reisepasses beläuft sich auf rund eine Woche“, so der Bezirkschef.