Wandtresor geknackt: Sachschaden größer als Beute. Unbekannte erbeuteten Kerzen-Spenden. Pfarrgemeinderat Jochum: „Einbrecher dürften gestört worden sein.“ Hinweise erbeten.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 08. August 2018 (04:46)
Wagner
Der Wandtresor neben dem Kerzen-Opferstock wurde vergangenen Freitag aufgebrochen. Die Schadenshöhe wird auf 50 bis 150 Euro geschätzt, wobei der Sachschaden höher ist als die Beute.

Ein flackerndes Lichtlein rundet das Gebet ab. Kirchgänger in St. Vitus zünden unter den wachsamen Augen Marias ihre Kerzen an – gegen eine Spende von 50 Cent. Das andächtige Ritual lockt leider nicht nur Gläubige: Vergangenen Freitag brachen unbekannte Täter den Wandtresor auf und erbeuteten Bargeld, das die Kritzendorfer für Kerzen einwarfen.

Zwischen 7 und 18.20 Uhr spazierten die Diebe durch den offenen Haupteingang, um sich dann mit einem Schraubendreher über den Safe herzumachen. Bei dem Raubzug gingen sie besonders grob vor: Das Schloss wurde zerstört, Metall verbogen, und auch an der Wand hinterließen die Täter ihre Spuren.

„Der Sachschaden ist größer, als die Beute, die die Einbrecher gewonnen haben. Sie dürften gestört worden sein.“ Christian Jochum, Pfarrgemeinderat St. Vitus

Christian Jochum, Mitglied des Pfarrgemeinderats, vermutet, dass die Täter ihre Plünderung abrupt abbrechen mussten: „Am Boden lagen Münzen. Die Einbrecher dürften gestört worden sein.“ Dennoch hinterließen die Diebe einen für die Pfarre beträchtlichen Schaden, der auf 50 bis 150 Euro geschätzt wird. Die Beute dürfte dabei nur minimal ausgefallen sein. Jochum: „Der Sachschaden ist größer als die Beute, die die Einbrecher gewonnen haben.“

Dass es die Diebe künftig auf andere Gotteshäuser abgesehen haben, glaubt der Kritzendorfer Pfarrgemeinderat nicht: „Laut Polizei gibt es derzeit keine Opferstock-Bande. Vielleicht wurde unsere Kirche gezielt ausgewählt.“ Die Polizei ermittelt und bittet um Mithilfe der Bevölkerung.

Hinweise an die Polizeiinspektion Klosterneuburg : 059133 3220