Stadtwald ist in Gefahr. Ein asiatischer Pilz rafft sukzessive alle Eschen nieder. Jetzt ist auch der Stadtwald gesperrt. Umweltstadtrat Wimmer warnt: „Bedrohung heimischer Ökosysteme.“

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 24. Mai 2017 (05:59)
NÖN
Stadtrat Sepp Wimmer (GRÜNE) sieht keine Notwendigkeit einer Umweltverträglichkeitsprüfung, da es einen Feststellungsbescheid gibt.

Bei einer Begehung im Revier Haschhof zur Beurteilung des Eschenbestandes in Hinblick auf das Eschensterbens wurde ein Pilzbefall festgestellt. Daher müssen Wanderwege unverzüglich gesperrt werden.

Gefahr für das heimische Ökosystem?

Umweltstadtrat Sepp Wimmer (Grüne): „Immer mehr zeigen sich in unserem heimischen Ökosystem die negativen Seiten der Globalisierung. Die Einschleppung von standortfremden Pflanzen, sogenannten Neophyten, bedrohen die heimischen Ökosysteme.“

NOEN, Stadtgemeinde
Das Eschensterben greift um sich: Nach der Au ist jetzt auch noch der von Wanderern und Spaziergängern stark frequentierte Stadtwald betroffen. Sperre.

Der Umweltstadtrat sieht schwarz, was den Erhalt der einheimischen Ökosysteme betrifft. „Ich bin da leider sehr pessimistisch. Die Gefahr ist groß, dass wir nicht rasch genug die notwendigen Gegenmittel zu den eingeschleppten ‚Fremdpflanzen‘ finden werden und daher zahlreiche heimische Gewächse zukünftig in der Natur und unseren Wäldern nicht mehr finden werden.“

Die Sperre ist vorerst auf die Dauer von vier Monaten verfügt, über die weiteren Schritte wird noch entschieden.

Mehr über die Esche, was der Grund für ihren Pilzbefall ist und warum es so gefährlich ist, jetzt Wandern zu gehen, lest ihr in der aktuellen Printausgabe der Klosterneuburger NÖN sowie im NÖN.at ePaper