Die Gastro in Klosterneuburg ist gewappnet. In Klosterneuburg steht die Corona-Ampel noch auf Gelb. Gastronomie, Veranstalter und Exekutive wären aber auf einen Wechsel auf Orange gut gerüstet.

Von Christoph Hornstein. Erstellt am 30. September 2020 (03:07)
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Letzten Freitag sprang die Corona-Ampel um. In Teilen von Niederösterreich leuchtet sie nun „orange“, was einiges an Konsequenzen mit sich bringt. Darüber hinaus ordnet Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner verschärfte Maßnahmen an, die bei oranger Ampelfarbe ab Montag, 5. Oktober gelten. Sie betreffen hauptsächlich Veranstalter und die Gastronomie. Für Klosterneuburg und den Bezirk Tulln ändert sich noch nichts, denn bei uns leuchtet die Ampel noch „Gelb“. Aber wie lange noch?

„Wir sind gewappnet, weil wir mit unseren Vorkehrungsmaßnahmen immer am Laufenden sind“

„Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten“, so Bezirkshauptmann Andreas Riemer. Schon ein Cluster im Bezirk, könnte das auslösen und das könne immer passieren. Das nachvollziehen der Infektionswege – das sogenannte – „contact tracing“ ist für den Bezirkshauptmann daher das wichtigste Instrument, um die Fallzahlen niedrig zu halten. „Und da sind wir sehr gut“, versichert Riemer. Die Ampelschaltung sei jedoch Sache der Corona-Kommission. Zur allgemeinen Lage im Bezirk sagt der Bezirkshauptmann nur so viel: „Wir sind knapp ins gelbe Ampellicht gerutscht und konnten uns lange auf Grün halten. Falls nicht der große Cluster ausbricht, halte ich die Wahrscheinlichkeit auf das orange Licht im Bezirk für nicht sehr hoch.“ Die Rückverfolgung des Infektionsweges sei sehr personalintensiv. In Zukunft wird aber das Bundesheer und Studenten dem Personal der Bezirkshauptmannschaft beigestellt.

Veranstalter und Gastronomen sind die Hauptbetroffenen der verschärften Maßnahmen, wenn die Ampel auf Orange springt. Sind die Gastronomen darauf vorbereitet?

„Wir sind gewappnet, weil wir mit unseren Vorkehrungsmaßnahmen immer am Laufenden sind“, ist Manuel Hammer, der in Kritzendorf zwei Lokale betreibt, zuversichtlich. Nicht die Registrierung seiner Gäste oder gar eine vorgezogene Sperrstunde macht dem Gastronomen sorge, sondern eher die Angst, dass aufgrund der allgemeinen Situation „einfach für die Menschen bequemer ist zu Hause zu bleiben“, so Hammer. Alle Maßnahmen, wie die Registrierung oder eine vorgezogene Sperrstunden würden anfänglich abschrecken, aber schlussendlich würden die Gäste sich an die neuen Umstände gewöhnen.

Ab Oktober wird wieder geliefert

Die Nachfrage in Manuel Hammers Gastronomiebetrieben sei aktuell jetzt schon reduziert, was aber auf Grund der Größe seines Lokals nicht dramatisch wäre. Er greift aber dennoch ab Oktober wieder auf das bewährte Instrument der Lieferung warmer Speisen zurück.

Für die Veranstaltungsszene bedeutet die Ampelfarbe orange ein maximal zulässiges Auditorium von 250 Personen. Bei Überschreitung dieser Zahl ist Ansuchen bei der Bezirkshauptmannschaft notwendig. Die Babenbergerhalle als größtes Veranstaltungszentrum Klosterneuburgs hät sich auch bei der nun herrschenden gelben Ampelfarbe, genau an die Vorschriften, ja sogar fdarüber hinaus. „Die derzeitige Kapazität beträgt 400 bis 450 zugewiesene Sitzplätze“, so der Kulturamtsleiter Franz Brenner. Alle Besucher sind registrierungspflichtig. Bei einer Verschärfung der Situation würde man bei großen Acts die Veranstaltungen auf zwei Termine aufteilen. Brenner. „Das bedeutet Sicherheit für das Publikum und Einnahmensicherheit für die Künstler.“

Verschärfte Maßnahmen müssen natürlich auch kontrolliert werden. Die Exekutive wird ihre polizeiliche Präsenz verstärken und setzt dabei auf Dialog, Rechtsaufklärung, Akzeptanz und vor allem auf Bewusstseinsbildung. „Großteils funktioniert dies auch sehr gut“, sagt Polizeisprecher Walter Schwarzenecker. Auch Bezirkspolizeikommandantin Sonja Fiegl lobt die bisher gezeigte Disziplin der Bevölkerung und hofft, „dass das auch in nächster Zeit beibehalten wird.“

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